Nur, wo du zu Fuß warst, warst du wirklich!

Margrets Minde und Hokkeltinden auf Hitra

Beide Ziele sind nicht herausragend, aber eine schöne kurze Wanderung auf zunächst sehr gepflegten Weg, später dann Waldpfad durch urwüchsige Landschaft, bisweilen morastig. 

Vom Parkplatz aus geht es auf einem feingeschotterten Fahrweg mitten durch eine Sumpflandschaft. Den Kiefern in den Sümpfen sieht man die schwierige Wachstumsumgebung an. Weite Flächen sind ausschließlich mit Sumpfgras bedeckt, während der Fahrweg angenehm die 2,7 km weit zu dem alten Siedlungsplatz führt. Ein letzter, etwas steilerer Anstieg, dann durchschreitet man die erste von zwei Mauern, die das Anwesen umgeben. Mächtige Blöcke wurden da übereinander geschichtet.

Der Hof wurde 1796 angelegt. Vieles davon war verfallen, doch heute ist es als mietbares Vereinsgasthaus wieder aufgebaut. Schön gelegen inmitten eines lockeren Waldes und umringt von dem inneren Mauerring.

Etwa 200 m zurück erreicht man den Abzweig, der einen zum Hokkelberg bringt. Für wenige Schritte noch bleibt es der gepflegte Fahrweg, dann wir der Weiterweg zur zugewachsenen Forststrasse. Gerade aus bringt sie einen etwa 500 m später zu einer weiteren Gabelung. links fließt ein Bach, dem man nun auch auf dem linken Pfad folgt. Ab jetzt wird es richtige moorig. Der Trampelpfad weicht immer wieder feuchten Stellen aus und an einem Regentag wie heute geht nichts über gut dichte Schuhe.

Nach einer kleinen Bachquerung geht es auf schmalem Pfad am Rande eines Hochmoores entlang. Schließlich kann man es im Schutz einen kleinen Nadelwaldes queren in Richtung des vor einem liegenden Berges. Der Pfad strebt dem Bergfuss zu....und in recht gerader Linie geht es bergauf. Der Weg ist ausgetreten und hält nur die wenigen Besucher aus, die sich hier pro Jahr hin verirren. Ziemlich schnell gewinnt man Höhe und hat nun Aussicht, die vorher der schüttere Wald verhinderte. Über Felsstufen im abgerundeten Granit geht es die etwa 100 Höhenmeter hinauf. Dann steht man auf dem Gipfel des Hokkeltinden mit seinen 180 Metern.

Die Aussicht ist weitreichend, denn bis auf zwei Bergmassive (etwas über 300 Höhenmeter) ist kaum etwas höher. Der Blick reicht bis zur Festlandsküste und zur Nachbarinsel Fröya, die noch flacher ist. Die Eiszeiten haben hier ganze Arbeit geleistet.

Der Abstieg ist zwar etwas beschwerlich aber kurz. Rückweg wie Herweg. 10 km, 220 Hm