Man muß nicht alles wissen, nur, wo es steht

Lithium-Ionen-Batterien für die Zukunft

Kaum ein anderes Produkt in der Energiewirtschaft wird die Zeit bis 2030 thematisch beherrschen wie der Wasserstoff und die Lithium-Ionen-Batterie. Denn um fluktuierende Stromquellen wie Wind und Sonne dauerhaft nutzbar zu machen bedarf es Zwischenspeicher. Für vergleichsweise kurze Speicherzeiten und einigen Megawatt Leistungen sind Batterien (Akkumulatoren) prädestiniert, wohin gegen saisonale Speicher unter anderem durch Wasserstoff dargestellt werden können.

In allen Industriestaaten und Staatengemeinschaften sind Programme aufgelegt worden, um die Versorgung mit den Rohstoffen und den Verfahrenstechniken bis zur fertigen Zelle sicher zu stellen. Im Vordergrund steht langfristig eine Abkopplung von wenigen Monopolisten.

Auch die Europäische Union hat einige Allianzen auf den Weg gebracht, um die Herstellung ausreichend vieler Batterien für Verkehr, Energieversorgung, Telekommunikation und Industrie sicher zu stellen.

European Raw Materials Alliance (Teil der EU Industrial Strategy)

In dieser Alliance wird versucht, auf Rohstoffe und Weiterverarbeitungsmöglichkeiten innerhalb des europäischen Raums zurück zu greifen. Unter anderem in Spanien, Portugal und Norwegen, in geringem Umfang auch in Deutschland gibt es Lithium-Vorkommen.

European Battery Alliance

In dieser Vereinigung von Universitäten und Industrie wird versucht, die Batterieentwicklung UND Fertigung innerhalb von Europa massiv voran zu bringen. Dazu gehören auch völlig neue Entwicklung wie die SALD-Batterie oder solche Batterien, die ohne Lithium auskommen (z.B. mit Alumnium).