Schlucht bei Skäralid; Südschweden

Die Schlucht von Skäralid ist ein beeindruckendes Zeugnis der Erdgeschichte und der gewaltigen Kräfte der letzten Eiszeit. Das Tal schneidet tief in den Söderåsen ein -- die einzige nennenswerte Erhebung im weitläufigen Umland. Während der Eiszeiten stauten sich gewaltige Mengen an Schmelzwasser an, die sich mit enormem Druck ihren Weg durch das Gestein bahnten und diese tief gekerbte Rinnenschlucht spülten. Die charakteristischen Schuttreißen (Felsschotterfelder) an den Talflanken sind das Ergebnis jahrtausendelanger Frostverwitterung: Wasser drang in die kleinsten Risse der steilen Felswände ein, dehnte sich beim Gefrieren aus und sprengte im ständigen Wechsel von Frost und Auftauen mächtige Gesteinsbrocken ab. Diese rollten die Hänge hinab und sammelten sich zu den eindrucksvollen Geröllhalden, die das Tal bis heute prägen.

Eckdaten der Wanderung

Streckenlänge: ca. 8 km
 Höhenmeter: ca. 150 Hm (Anstieg konzentriert auf den Mittelteil)
 Dauer: ca. 2,5 bis 3,5 Stunden (je nach Pausen)
 Schwierigkeit: Mittelschwer (flache Abschnitte wechseln sich mit steinigen, feuchten Passage und einem steilen Anstieg ab)
 Start / Ziel: Parkplatz am See in Skäralid (Söderåsen-Nationalpark)
 Höhepunkte: Bohlenwege im Waldtal, feuchte Bachschlucht Korsskär, Aussichtsfelsnase an der Taloberkante, Zeltplatz oben


Eine schön gemachte Rundwanderung führt aus dem Trubel rund um den See in den stilleren, felsigeren Teil des Waldtals hinein.

Der großer Parkplatz und die viele Besucher deuten die Beliebtheit dieses Ausflugsziel schon an. Die meisten bleiben jedoch vor allem beim kleinen See gleich neben dem Parkplatz und bei dem Restaurant, das sehr schön in eine parkähnliche Landschaft eingebettet ist. Um den ganzen See verläuft ein aufwändiger Holzsteg, der sich weiter ins Tal hinein dann zu einem Bohlenweg wandelt. Rechts und links ziehen Felsschotterfelder von den im Wald versteckt liegenden Felswänden heran. Der Weg ist bis zu der Engstelle Korsskär weitgehend flach und gut zu gehen. Die folgenden 500 Meter entlang des Baches im deutlich schmaler gewordenen Talgrund allerdings sind sehr steinig und rutschig. Farne und dicke Moospolster deuten es an: hier ist es meist recht feucht. Nach einem fast zugewucherten See steigt der Weg dann steil in der gegenüberliegenden Talwand im dichten Laubwald an.

Oben angekommen trifft man auf einen Platz, an dem man Zelten darf. Der Weiterweg folgt dann der Taloberkante mit gelegentlichen Ausblicken auf das Tal und die Felsreißen gegenüber. An einer Stelle ragt eine schmale Felsnase aus dem Wald hervor und gewährt nochmals einen guten Ausblick. Dann geht es recht steil wieder bergab zum See zurück.