Tjupannans Naturreservats an der südschwedischen Tanumskustens
Vom Nachtplatz aus geht es ein letztes Mal recht günstig in Norwegen tanken. Dann leitet das Navi nach Sandefjord hinein. Dort noch schnell „Ahab und Moby Dick" auf dem Kreisel vor dem Fährhafen aufgenommen -- dann ging es auch schon in sechs Schlangen nebeneinander in die Fähre hinein. Das große Schiff dominiert den Hafen und die Stadt.
Nahezu lautlos bei schönstem Wetter und sehr wenig Wind wendet die Fähre elektrisch. Auch die ersten Kilometer in dem engen Fjord sind geräuschlos, langsam gleitet man an den Felsen, Häusern und Fabriken zu beiden Seiten vorbei. Erst bei der Ausfahrt wird der Dieselmotor angeworfen und es geht auf die küstennahe Reise hinüber in die Schären vor der schwedischen Küste. Nach zweieinhalb Stunden wird pünktlich Strömstad erreicht und wenig später schon geht es auf der E6 südwärts.
Tjupannans Naturreservat
Da es bereits früher Nachmittag ist, kommt nur eine kleine Tour in Frage. Die findet sich in der Nähe von Tanumshede unmittelbar an der Küste (Langeby). Da dem Schutzgebiet im Gegensatz zu großen Teilen der schwedischen Westküste kein schützender Schärengürtel vorgelagert ist, liegt das Gebiet völlig offen zum Skagerrak. Es gilt daher als eine der stürmischsten und rauesten Küstenpassagen der Region. Die Landschaft ist geprägt von glatt geschliffenen Granitfelsen, steilen Klippen, offenen Heide- und Moorflächen sowie versteckten Geröll- und winzigen Sandbuchten.
- Ausgangspunkte: Parkplätze bei Tanumshede
- Höhe & Distanz: Rundwege von 2 – 10 km, 10 - 100 Höhenmeter
An vielen Stellen sieht man sehr deutlich die Arbeit der Gletscher in der Einszeit, manche Steine wirken regelrecht poliert. In dem großzügig eingezäunten Naturreservat leben Kühe, Ziegen und auch vereinzelt Rehe. Die verschiedenen Rundwege (Wanderpfade) sind farblich markiert und haben eine Länge von 2 bis über 10 Kilometer. Sandstrand darf man allerdings nicht erwarten, vielmehr rundgerollte Steine, die von viel Bewegung in der Brandungszone erzählen. Die eher flache Gegend macht die Rundwege angenehm einfach zu gehen.
Der Nachtplatz am Ende einer schon lange nicht mehr befahrenen Schotterstrasse entpuppte sich als ein idealer Abschluß des Tages. Es gab Sonne bis zum Sonnenuntergang am höchsten Punkt der (sowieso flachen) Umgebung.