White Horse Rock im Numedal

Der Morgen beginnt....trocken. Und mit der 40 ist die Weiterfahrt bis zur 50 km entfernten Auffahrt zum Wanderziel heute eine einfache Sache. Die Strasse erlaubt eine flotte Fahrt.

Die geschotterte, aber sehr gut zu fahrende Strasse hinauf zur Butjönnseter erspart 600 Höhenmeter Aufstieg. Dafür zahlt man gerne die 6 Euro Maut. Auf dem großen Parkplatz Butjønnsetra am Ende der Strasse parken ausschließlich Norweger: also ist diese Fjelltour noch so etwas wie ein Geheimtipp.

Ausgangspunkt: Parkplatz Butjønnsetra (Anfahrt über die Mautstraße Storeblevegen / Nordre Blefjellvei ab Flesberg; 6 EURO)

Höhe & Distanz: 1070m.o.h., ca. 6,4 km (Hin- und Rückweg)

Dauer: Ca. 2,5 bis 3 Stunden reine Gehzeit

Schwierigkeit: Leicht bis mittel

Die Wanderung zum White Horse Rock führt relativ geradlinig und mit gleichmäßiger Steigung die 250 Meter hinauf zum Ormehogg (1070m). Sie führt auf 3,8 km Länge aus schütterem Birkenwald über Moorflächen bis in die Tundra-ähnliche Hochfläche.

Direkt vom Parkplatz aus leitet einen der gut ausgeschilderte Weg hinein in die Fjell-Landschaft. Nur drei bis vier Meter hohe sturmerprobte Nadelbäume, verkrüppelte und oft ihrer Spitze beraubte Birken begleiten einen im unteren Anstieg. Die Heide blüht gerade und die Heidelbeerbüsche sind übervoll mit reifen Früchten. Auch Preiselbeeren und Krähen-, Wacholder- und weitere Beeren sind reif.
 Anders als 300 km weiter im Norden werden hier nicht die Schuhe nass, wenn man durch offensichtlich sonst auch mal morastige Stellen geht.

Das erste Drittel der Strecke fordert kurz die Waden: Geländeabhängig steigt der Pfad hier etwas steiler an, um Höhenmeter gutzumachen. Doch sobald man die Baumgrenze durchbricht, öffnet sich die Landschaft schlagartig zu einer weitläufigen Hochebene und man überblickt Hunderte abgerundete Berggipfel im weiten Rund. Ein grandioses Panorama der Tundra-ähnlichen Hochebene des Blefjells.

Nun steigt der Weg weniger steil an und so ist die offene Landschaft ideal zum Blicke schweifen lassen. Allerdings drohte an diesem Tag permanent der graue Himmel, seine Pforten zu öffnen. Passiert ist das nicht und vermutlich lag es am Sturm, der ständig an einem zerrte. Er ließ die Wolken über den Himmel rasen und hielt den Regen fern.

Aus der Ferne erblickt man bereits einmal den markanten Felsen, doch wenn man dann den letzten Kamm überschritten hat, ist man dennoch von dem fast reinweißen Felsen überrascht. Der riesige, reine Quarzbrocken hat dem Abschleifen der Gletscher besser standgehalten als das umgebende Gebirge und ragt nun aus der Landschaft heraus.

200 Meter weiter ist der Gipfel des Ormehogg (1070 m) mit einem weiten Ausblick in die umgebende Landschaft des Blefjell-Plateaus. Leider ist das schüttere Gipfelkreuz so sturmumtost, dass mehr als ein Gipfelfoto nicht drin ist. Der Rückweg erfolgt auf dem Hinweg.