Nur, wo du zu Fuß warst, warst du wirklich! (ab 2020)
  • Ganz normal oberhalb von Östersund

  • Strasse entlang der Tausend Seen

  • Zur interessanten Quelle bei Arvidsjaur

  • Durch das Hochmoor

  • Das grün-blaue Auge mitten im Moor

  • Übersicht über die Moorlandschaft bei der Quelle

  • Strassenbau auf der E45

  • Landschaft neben der Strasse

  • Wasserkraft entfesselt

  • Der Inlandsweg

  • Nachtplatz in der Weite Nordschwedens

Weiterfahrt nach Norden (Strömsund, Jokkmokk, Gällivare)

Erste Überraschung des Tages: In Stralsund ist die Brücke gesperrt, keine Chance, auf die E 45 zu kommen. Statt dessen geht es knapp 20 km nach Süden, um dann gute 25 km nach Osten zu gehen. Die geschotterte Straße ist gut befahren, denn niemand kann anders über den Fluß wie hier entlang. Dann aber endlich wieder Richtung Norden - eine 3/4 Stunde später steht man auf der anderen Seite der Brücke, die zu überqueren nicht mal 60 Sekunden gedauert hätte.

Die E45 ist hier oben meist gut ausgebaut, wenn auch oft recht buckelig. Aber die vorgegebenen Geschwindigkeiten von 70, 80, 90 und gelegentlich 100 km/h kann man immer gut fahren.

So bewegt man sich Stund um Stund gen Norden. Der Wald wird niedriger und die Moorflächen größer. Entlang der Flüsse sammeln sich Seen an, die in der weiten Hochfläche ohne Gefälle das Wasser der flachen, abgerundeten Berge sammeln.

Mineralquelle Grodköllan

Zwischen Arvidsjaure und Jokkmokk liegt neben der E45 ein Kleinod der Natur. Rund 7 km geht es über eine unbefestigte Straße bis zu dem kleinen Parkplatz. Von hier aus geht es fast ausschließlich auf einem Bohlenweg in Richtung der Frosch-Quelle. Erst durch einen niedrigen Wald, dann über die riesige Moorfläche.

Nach einem kleinen Wäldchen mit einem dunklen, kreisrunden Wasserloch erreicht man nach 1,5 km die außergewöhnliche Quelle (Grodköllan) mit der Schutzhütte und der kleinen hölzernen Plattform vor dem blau-grünen Loch. Am Boden ist die Quelle mit feinstem, hellem Ton bedeckt. Das Wasser ist intensiv blau. Am Grund des etwa 3 m tiefen Wasserlochs blubbern mehrere artesische Quelltöpfe das Sediment empor. Ein wirklich lohnender Abstecher von der E45.

Dann geht es weiter durch die Landschaft , von der man nun mehr sieht wie Hunderte Kilometer zuvor. Die Berge sind etwas höher, die Straße meist wie auf einem erhöhten Damm zum Schutz vor dem weichen Untergrund und der Wald niedriger.

Das Samenzentrum Jokkmokk wird passiert und schließlich auch Gällivare. Dazwischen liegen etliche Kilometer übelster Schotter, denn die E45 wird instand gesetzt. Bevor die recht dünne Teerschicht aufgetragen wird, liegt darunter eine ziemlich grobe Schotterschicht. Bei der trockenen Witterung ist die Fahrt darüber sehr intensiv mit Staub verbunden!

Nach Gällivare gestaltet sich die Nachtplatzsuche schwieriger wie gedacht. Am Ende aber doch einen schönen Platz gefunden mit Aussicht auf die Mittsommernacht - der Polarzirkel liegt inzwischen etliche Kilometer südlicher.