Nur, wo du zu Fuß warst, warst du wirklich!
  • Die Stromberger Neumühle

  • Hochbau A61

  • Am Ohligsberg

  • Blick zum Rhein hinab

Der Kandrich bei Stromberg und Daxweiler

Ausgedehnte Wanderung durch ein Bachtal hinauf zum Kandrich-Gipfel und Abstieg über die westliche Flanke mit Ausblick auf das Hochsteinchen

Zwischen Stromberg und Rheinböllen verläuft die schöne Talstrasse L214. Etwa 4 km nach Stromberg liegt rechts im Wald versteckt das Restaurant Neuhütte. Hier kann man den Wagen abstellen und steigt an den umfangreichen Gebäuden der ehemaligen Eisenhütte vorbei. Hier wurde bis zum Ende des vorletzten Jahrhunderts regional gewonnenes Eisenerz verhüttet und weiterverarbeitet. Die Forststrasse führt in das Tal des Tiefenbachs hinein. Über einem dröhnt der Verkehr über die Autobahn. Der Neubau der über 100 m hohen Brücke ist 2021 weitgehend abgeschlossen. 

Das tief eingeschnittene Tal leitet immer weiter bergauf. Schließlich erreicht man den Kandricher Brunnen. Er ist die Quelle des Tiefenbachs. Über eine große, wiederaufgeforstete Hochfläche geht es langsam weiter bergan bis man den schönen Aussichtspunkt Ohligsberg (607 m) erreicht hat. Die Schutzhütte bietet einen herrlichen Blick auf das Mittelrheintal und die Burg von Niederheimbach. In ihrer Nachbarschaft beginnt der große Windpark auf dem Kandrich-Gipfel.

Anderthalb Kilometer weiter kann man das Gelände einer ehemaligen Raketenabschuß-Basis besuchen. Der Rückbau und die Dekontamination wurde 2006 abgeschlossen und langsam holt sich die Natur die Fläche wieder zurück. Einen ausgesprochenen Gipfel gibt es nicht und auch Aussicht sucht man eher vergebens. 

In der Westflanke des Berges geht es nun wieder bergab. Einige offene Flächen erlauben immer wieder einmal einen Fernblick. Durch den Pfädchensgraben hindurch erreicht man die Brücke über die Autobahn. Während unter einem der nicht enden wollende Strom aus Fahrzeugen vorbeirauscht, steigt man schnell weiter bergab. Bald ist es wieder viel stiller auf der Waldstrasse. In einer letzten scharfen Wendung nach Osten geht es schließlich wieder hinab ins Tiefenbachtal.