Nur, wo du zu Fuß warst, warst du wirklich!

Rund um die Burg Veldenz (Graf Georg Johannes Weg)

 Ein sehr schöner, liebevoll gelegter Weg mit sehr viel Abwechslung. Zwei Bachtäler, etliche Felsnasen, schmale Waldpfade und zum Abschluss eine grandiose Aussicht von der Josefinenhöhe. Der Wanderweg verläuft vollständig im Wald und ist daher auch im Hochsommer geeignet. Was er an Aussicht nicht hat, bietet er an anderer Stelle als Abwechslung. 
 
Der Ausgangpunkt liegt in Veldenz, zum Beispiel am kleinen Parkplatz neben dem Friedhof in der Munzstrasse. Schon kurz nach dem Ortsende geht es links in den Wald hinein. Zwar läuft keine Mühle mehr, aber der Mühlkanal ist in Betrieb und leitet das Wasser des Wellersbach oberhalb der Wiesen entlang. Nach knapp einem Kilometer beginnt der Aufstieg im Wald. Sanft geht es Richtung Runder Hammerfels, dem ersten Aussichtspunkt. Wenige Meter weiter ragt der Langer Hammerfels ins Tal hinein. Veldenz liegt nun schon weit unterhalb.

Auf schmalem Pfad geht es in den offenen Wald oberhalb des Felsen. Etwa einen Kilometer weiter ist der Wald für eine bessere Sicht auf die Burg von Veldenz etwas geräumt worden. Eine schattige Liegebank lädt zu einer kurzen Aussichtspause auf dem Dachslyer Fels ein. Gegenüber liegen die Burgreste auf einem Felssporn über dem Zusammenfluss zweier Täler.

Eben folgt ein schmaler Pfad der Höhenlinie. Er führt, bei Feuchtigkeit etwas rutschig, hinüber zu einer geräumigen Schutzhütte. Von dem gewaltigen Fels darunter sieht man allerdings nichts.

So geht es weiter auf schmalem Pfad. Im schrägen Hang ist das zwei Füße breite Weglein gut zu erkennen. Schließlich erreicht man eine breite Forststrasse, verlässt die jedoch bald wieder. Entlang eines kleinen Baches geht es bald bergab. Unten hört man bereits das wasser des Wellersbach rauschen. Wichtig: Statt auf der breiten Forststrasse folgt man dem Bach in unmittelbarer Nähe. Im Sommer ist es ein regelrechter Pflanzentunnel, durch den man dem rauschenden Wasser etwa einen halben Kilometer lang folgt. Dieser Wegabschnitt ist wahrlich bezaubernd.

An einer Brücke mit Wassertretstelle endet dieser schöne Teil. An der Thielenmühle verlässt man das muntere Bächlein und steigt in einem Seitental auf. Geht man links des kleinen Baches, muss man ihn etwa 800 m später queren, um auf einen aufwärst führenden Waldweg zu gelangen...oder man folgt einfach der Ausschilderung des Wanderwegs "Graf Georg Johannes Weg".

So oder so muß man etwa 150 Höhenmeter bis zu einem Kamm ansteigen, um dann wieder im Wald abzusteigen. An einem Fels vorbei geht es bergab, bis man ein zweites Bachtal erreicht. Dem Bächlein folgt man abseits der breiten Forststrasse auf einem schmalen Weg. Immer wieder einmal informieren kleine Tafel über Sehenswertes am Wegrand.
 So geht es ein ganzes Weilchen bergab, bis schließlich ein Parkplatz im Wald erreicht ist. Hier biegt man an einer kleinen Kapelle links ab Richtung Wasserwerk. Steiler nun geht es bergauf, wird aber bald wieder eben.

Denkt man langsam, man hätte auf der ganzen Runde noch gar nicht richtig die Burg gesehen, taucht plötzlich ein Loch im Waldrand auf und eine Bank lädt zum Innehalten ein. Unter einem zwei Hausreihen im schmalen Talgrund, zwischen denen die kleine Strasse entlang führt, oben drüber die Burg mit dem gut erhaltenen Wohngebäude.

Eben geht es nun weiter im Wald, die Häuser unten im Tal sind nur zu erahnen. Am Rittersturz hat man erneut einen guten Blick von einer Felsnase auf die Burg. Am Pionierfels (lohnt sich wegen der Aussicht, über den schmalen Aufstieg hinauf zu gehen) knickt der Weg zur Josephinenhöhe ab. Nun sind es nur noch 600 Meter bis zum krönenden Abschluss dieser abwechslungsreichen Runde. Von hier oben aus hat man eine grandiose Sicht über die gesamte Weinanbaulandschaft bis hin zur Mosel.
 
Im Abstieg geht es in stetem Zickzack im Wald hinunter nach Veldenz zurück. Der schmale Waldweg kommt auf der Rückseite der Kirche heraus - durchaus beeindruckend.
Schließlich ist man wieder in Veldenz angekommen.
 
Die Runde ist 15,6 km lang und hat 600 Höhenmeter Anstieg (drei grosse Anstiege)