Vom Schloß Hirschhorn zur Hoppe Hütte und zum Steinernen Tisch

Ein steilerer Aufstieg am Burgkamm entlang zu Aussichtspunkten am Neckar, gefolgt von breiten Forstwegen zur Hoppe Hütte und dem Steinernen Tisch. Abstieg und oberhalb der Neckarschleife wieder zurück.

Wer bis zum nördlichen Ortseingang von Hirschhorn fährt, findet die schmale Zufahrtsstrasse hinauf zum Schloß von Hirschhorn. Unmittelbar an den hoch aufragenden Burgwänden ist ein kostenloser Parkplatz. Und hier startet auch der Rundwanderweg. Am Wanderwege-Schild vorbei geht es sogleich steil bergauf. Der felsdurchsetzte Bergkamm leitet zunächst zu einem alten Rastplatz mit Steintisch, von dem aus man einen recht guten Blick auf einen der Türme der Burganlage (1260 als klassische Höhenburg über dem Neckar errichtet) und hinab zum Neckar hat.

Die nächsten knapp 200 Höhenmeter folgt der Wanderpfad dem Bergkamm hinauf. Gelegentliche Ausblickstellen wechseln sich mit schönen Waldstücken ab, bis man auf die waagrecht verlaufende Forststrasse zur Hoppe Hütte trifft. Weit oberhalb des Neckars geht es nun in weitem Bogen durch den Hochwald zu der Hütte. Damit die überhaupt etwas Sicht hat, ist eine lange Schneise in den Wald geschnitten worden. Ein schattiger Platz für eine Rast im Hochsommer.

Nur 400 Meter weiter kommt man zum Kulturdenkmal Steinerner Tisch, zwei Sitzgruppen etwas abseits der Forststrasse mit Steintischen und Steinsitzplatz. Allenthalben warnen Schilder vor den „Waldtypischen Gefahren“, weswegen auch der zugehörige Rastplatz zu den Steinernen Tischen einige Meter abseits an einer Gabelung der Forststrasse angelegt ist.

Auf rund 2,5 km geht es nun auf breiten Forstwegen im Zick-Zack bergab. Der Weg ist bequem, aber auch wenig abwechslungsreich. Erst, wenn man weit unten auf den Neckarsteig trifft und diesem nach rechts folgt, stellt sich wieder Wanderpfad-Feeling ein. Durch ein kleines Seitental erreicht man eine aussichtsreiche Stelle mit einer Bank vor einer kleinen Felswand: die Neckarschleife von Hirschhorn liegt vor einem und das Schloss als Ende des Rundweges ist nicht mehr weit.

Leider hat man den ehemals sehr schönen Hangweg – aus Sicherungsgründen vor allem für die unterhalb verlaufenden Bahnschienen– mit völlig übertrieben wirkenden Fahrbahntrennern aus Beton, wie man sie von Autobahnbaustellen kennt, versehen. Kleinere Menschen haben kaum noch eine Chance, auf den Neckar unterhalb des Weges zu schauen. Der „problematischen und gefährlichen Zustand“ des Felshangs machte diese massive Maßnahme wohl dennoch notwendig.

Weglänge: 9 km (jederzeit ausdehnbar z.B. Richtung Igelsbach) 370 Höhenmeter