Neckargerach – Margaretenschlucht und Felsenpfad

Ein alpiner Kraxelpfad durch eine steile Schlucht mit Wasserfällen und Stahlseilen, gefolgt von einer Wanderung durch Wald und einem (kurzen) felsigen Abstieg.

Der Beginn der Wanderung kann am Bahnhof von Neckargerach sein oder weit oberhalb an der Straße nach Reichenbuch (am Ende des Anstiegs). Oder aber in der Straße „Heidung“ mit direktem Zugang zu dem Margaretenschluchtweg.

Dieser sehr bequeme Weg führt oberhalb der Bahngleise entlang. Eine massive Steinmauer schützt vor dem Steilabbruch hinunter zum Neckar, der hier in einer engen Schleife Guttenbach umfließt. Diese famose Aussicht begleitet einen 800 Meter lang, immer wieder mit roten Sandsteinfelsen neben einem und großen, massiven Fangnetzen gegen Steinschlag.

Dann aber knickt der Weg nach links ab, passiert eine Schutzhütte und unmittelbar danach taucht man in die Margaretenschlucht ein. Je nach Jahreszeit kann man schon früh das Wasser rauschen hören, bevor der schmale und felsige Pfad die unterste Wasserfallstufe erreicht. Tief in der steilen Schlucht gelegen kommt nur an sonnigen Tagen genügen Licht herein, um den düster-feuchten Eindruck der groben Sandsteinblöcke zu vertreiben, über die das wenige Wasser des Flursbachs rinnt.

Ab sofort begleitet einen ein fast durchgehendes Stahlseil-Geländer, denn der schmale Pfad überwindet die Höhenunterschiede zur nächsten Gesteinsstufe in den sehr steilen Flanken der Schlucht. Mehrere Gitterplanken helfen über abgerutschte Wegteile, bis man dann wieder auf einer der breiteren Terrassen im Margaretental steht. So kraxelt man auf alpin anmutendem Pfad mal links mal rechts des Felsbaches hinauf. Gelegentlich hat man die Chance, einen Feuersalamander zu sehen – Garantie besteht für Farn und Moos. Nach 90 Höhenmetern steigt man an einer kleinen Straße aus dem steilen Tal aus und wendet sich links (rechts Schutzhütte). Nun geht es hinauf zum Parkplatz an der Margaretenschlucht. Von hier führt der Rundwanderweg zum Waldrand oberhalb der Straße nach Reichenbuch. Immer diesem Waldrand folgend passiert man die äußersten Häuser des Ortes und den Sportplatz. Hier biegt der Weg links ab und taucht wieder in den Wald ein.

Auf breiter Forststrasse wandert man entlang des Berghangs, vorbei am Abzweig hinunter zur Läufertsmühle und danach durch ein eingeschnittenes Bachtal. Zuletzt geht es bergauf, bis man an einer Weggabelung links geht. Hier steht auch das erste Wanderschild Richtung Felsenweg. Auch hier bleibt es ein breiter Weg, der einen über den Kamm leitet, bis her links abbiegt. Wir aber gehen gerade aus weiter auf dem 1982 eröffneten Felsenweg. Steil geht es über die Bergnase durch grün übermooste Felsen hinab. Unten hört man bereits den Seebach rauschen, doch noch bleibt man auf dem Hangpfad.

Der Rückweg bis zum Waldsee ist wieder echt dröge und bestens befestigte Waldstrasse. Zwei Kilometer lang trauert man darum, warum der Wanderpfad nicht unten am Bach entlang gelegt wurde.  Am Waldsee mit seinem Picknickplatz geht es schließlich wieder mit einem Pfad bergauf. Nach etwa 50 Höhenmeter erreicht man den nächsten breiten Waldweg, der einen nun in anderthalb Kilometer zurück führt zu den ersten Häusern von Neckargerach. Je nach Ausgangspunkt bleibt man nun oberhalb der Häuser (oberer Parkplatz) oder folgt der Gertbergstrasse und der „Neue Schulstrasse“ hinunter.

Länge 13 km, 350 Hm