Vier-Burgen-Wanderung Nothweiler

Diese beliebte Rundtour, die bereits an diesem frühen Mai-Wochenende gut besucht war, führt von dem beschaulichen Nothweiler aus hinauf zur mächtigen Fleckenstein und an Felsen vorbei zu den Ruinen Löwenstein, Hohenburg und Wegelnburg. Aussicht ist an diesem Tag garantiert, wenn das Wetter mitspielt. 

Starten werden viele Wanderer entweder direkt in Nothweiler oder etwas südlicher unmittelbar an der Grenze auf dem großen Wanderparkplatz.

Parallel zu der schmalen Strasse nach Frankreich hinein verläuft der schöne Wanderpfad in Richtung Maison Forestiere du Litschhof. Von dort erreicht man einige Minuten später den Col de Litschhof (334m) und den dortigen Parkplatz. Ab hier geht es parallel zu Strasse etwas steiler bergauf, bis der schöne Kinderspielplatz oberhalb der Ferme Gimbelhof (bewirtschaftet) erreicht ist. Auf einem Betonweg geht es vom Parkplatz aus zur nun schon gut sichtbaren Burg Fleckenstein. Erst ordentlich bergab zu einem weiteren Parkplatz, dann hinauf zum Forsthaus Fleckenstein (Café des 4 Châteaux, bewirtschaftet). Der Besuch der gewaltigen Ruine Falkenstein (4,50 EUR Eintritt) ist schon für sich beeindruckend, aber oft auch überlaufen.

Wer vom Platz vor dem Forsthaus aus steil den Pfaden den Berg hinauf folgt, kommt an den Langenfels. Entlang dieser Reihe von Felsen steigt man 80 Meter empor. An einer Stelle (zweite Lücke in der Felswand) sollte man dem Pfad bis zum Ende der schmalen Felsoberkante folgen: Schöne Aussicht auf Ruine Fleckenstein!

Nach den letzten Felsen wird der Anstieg sanfter und man wandert durch einen Hochwald. An einer Wegspinne muß man sich entscheiden: noch zum Krappenfels oder gleich hinauf zur Ruine Loewenstein. Der kleine Ausflug zu dem Felsrücken, der sich aus dem Wald hinausschiebt, lohnt den kleinen Zusatzaufwand – auch wenn die Aussicht 40 Höhenmeter an der Burgruine Loewenstein ähnlich gut ist.

Vom Krappenfels aus geht es kurz recht steil die Bergnase empor, dann steht man an der durchaus auch beeindruckenden Ruine Loewenstein. Klapprige Holztreppen bringen einen hinauf auf das Felsplateau, auf dem einst die Burg stand. Die Bearbeitungen im Fels sind stumme Zeugen, dass der Mensch sich den Fels nach seinen Bedürfnissen formte.

Vom höchsten Punkt aus ist die nächste Burg auf dem Schlossberg bereits sichtbar. Keine 10 Minuten später steht man an der Hohenburg und hat auch hier die Möglichkeit, nach Durchschreiten des wehrhaften Eingangstors über mehrere steile Treppen bis hinaufzugehen zum besten Aussichtspunkt der Tour. Von hier aus sieht man die drei anderen Burgen der Rundwanderung und die zahllosen, durchgehend bewaldeten Hügel der Nordvogesen und des Wasgau.

Eine kleine senke trennt die Hohenburg von der gewaltigen Burganlage der Wegelnburg. Am Fuß des Schlossbergs liegt die kleine Quelle Maidebrunnen.

Bevor man die Burgruine erreicht, lohnt ein kleiner Abstecher scharf links und hinauf zum Wachtfels und den Krötenstuhl. Kurz davor steht man vor dem Eingang zu der weitläufigen Burganlage. Es gibt beeindruckende Bilder von der bugartigen Verlängerung der Hochfläche mit einer dichten Wolkendecke davor, die die Täler und Hügel rund um Nothweiler verdeckt und nur die Wegelnburg ausnimmt. Ein steinernes Schiff auf seiner Fahrt durch ein Wolkenmeer.

Nun geht es nur noch bergab. Steil zunächst und dann sanfter auf schmalem Waldpfad, bis man an einer Wegespinne wieder entscheiden kann, wo weiter entlang. Direkt hinunter nach Notweiler oder doch noch die 300 Meter entlang des „Langen Fels“?! Der Pfad dicht unter den ausgewaschenen Sandsteinfelsen leitet über in einen schmalen Wanderpfad (Mountainbike-Strecke), der langsam an Höhe verliert. Nach einer Kehrtwendung in südliche Richtung erreicht man knapp oberhalb der Freiflächen um Nothweiler wieder den originären Vier-Burgen-Weg. Wenige Minuten später ist man absteigend wieder im kleinen Ort mit mehreren Einkehrmöglichkeiten.

Die Runde ist rund 14,7 km lang mit fast 500 Höhenmetern Gesamtanstieg