Der Geopfad im ehemaligen Tagebau Dachsberg - ein Steinbruch des Dyckerhoff-Zementwerks
Der Geopfad Dachsberg bei Göllheim bietet eine interessante Reise durch die Erdgeschichte und die Industriekultur der Region. Das gesamte Areal ist geprägt durch die bedeutenden Kalksteinvorkommen, die hier seit Jahrzehnten die Grundlage für die Zementherstellung bilden. Der Rundweg führt Besucher durch eine Landschaft, die den ständigen Wandel zwischen natürlicher Geologie und menschlichem Rohstoffabbau eindrucksvoll verdeutlicht. Einblicke in die Erdgeschichte.
Entlang des Pfades erfahren Wanderer an verschiedenen Stationen, wie der Kalkstein vor Millionen von Jahren in einem urzeitlichen Meer entstand. Die Informationstafeln erläutern die geologischen Prozesse, die zur Ablagerung der kalkhaltigen Schichten führten, und machen die Dimensionen der Erdzeitalter greifbar. Besonders beeindruckend sind die Ausblicke in die aktiven und ehemaligen Steinbrüche, die wie riesige Fenster in den Untergrund wirken und die verschiedenen Gesteinsschichten offenlegen. Symbiose aus Industrie und Natur.
Ein zentraler Aspekt des Geopfades ist die Verbindung zur lokalen Wirtschaft. Da der Kalkstein direkt vor Ort abgebaut und im nahegelegenen Zementwerk gebrannt wird, lässt sich der Weg des Rohstoffs – vom massiven Fels bis zum fertigen Baustoff – hautnah nachvollziehen.
Doch der Pfad zeigt mehr als nur Technik: In den stillgelegten Bereichen der Steinbrüche hat sich eine einzigartige Flora und Fauna entwickelt. Wo einst schwere Maschinen arbeiteten, finden heute seltene Pflanzen und Tiere in den kalkreichen Trockenbiotopen einen neuen Lebensraum.