Sehenswürdigkeiten, Wanderungen, Reisen
  • Parkplatz auf 1592 m Höhe

  • in der Felswand gegenüber ist der waagrechte Wegverlauf zu erkennen

  • 1600 m tiefer das Meer

  • Blick zum Pico Arieiro und Pico das Torres (1851 m)

  • Schutzhütte an dem sehr bequemen Zugang zum Pico Ruivo

  • Völlig von einem Brand verschlungen: der umfangreiche Baumheidewald in der Flanke des Pico Ruivo

  • Herrliche Flesband-Wanderung

  • Steiler Abstieg an der Umleitungsstelle

  • Blick Richtung Pico Jorge

  • Und noch tiefer geht es auf der Umleitung hinab

  • An der Kante des Felsens rechts der steile Abstieg

  • Herrlicher Weg auf der Weststrecke zum Pico Arieiro

  • Aufstieg zum Durchgang auf die Ostseite

  • Aus der Ferne sueht man beide Tilstücke (hinten der Herweg)

  • Auf etwa 10m ist der Ostweg abgerutscht (2014)

  • Blick ins steile Tal im Osten des Pico das Torres

  • Pico Ruivo (1862 m), der höchste Berg Madeiras

  • In Platten gelegter Weg auf der Ostumgehung

  • Wolkenbildung an der Westseite des Pico das Torres

  • Zum Glück kommen die Wolken nur langsam voran gegen den Sturm im Gebirge

  • Spannender Weiterweg auf der völlig einsamen Wanderroute

  • Steiler Abstieg über Stufen fast 200 m hinab

  • Hier ist der Weg auf etwa 25m vollständig abgerutscht. Darunter lauert ein 200 m tiefer senkrechter Abgrund.

  • Blick hinauf zur Aussichtskanzel des Pico Arieiro (1818 m)

  • Die Westseite des Pico das Torres

  • Nebel bildet sich in den engen, senkrechten Felsturm-Schluchten

  • Rechts die herrliche Wegstrecke im Fels

  • Immerwieder geht es durch kurze Tunnel um Felsnasen abzukürzen

  • Leider zieht sich das Wetter zu

  • Abendstimmung am höchsten Punkt der Umleitung

  • Steiler Aufstieg aus dem Nebel heraus

  • Es ist bereits Nacht und nur ein Auto steht noch auf dem Parkplatz

Wanderung am Pico Ruivo / dos Torres

Fantastische Wanderung in der höchsten Etage von Madeira. In der beschriebenen Form fast unmöglich zu gehen, aber als Querung von Pico Arieiro zum Pico Ruivo und zurück über den Westweg ein gigantisches Felserlebniss auf schmalen Felsbändern. Wie beschrieben hat der Weg bei 755 Höhenmeter Anstieg eine Länge von 16 km. Man braucht etwa 4:15 Stunden dafür.

Es ist eine lange Fahrt von Santana (ca. 400m) hinauf zum Berghof Achada Do Teixeira auf etwa 1600 m Höhe.

Tolle Aussicht bereits am sehr großen Parkplatz. Von ihm aus beginnt ein sehr bequem gelegter, breiter Pflasterweg, der mit nur wenigen Steigungen in 40 Minuten hinüber führt zur Berghütte Pico Ruivo. Wer nicht den höchsten Berg Madeiras am Anfang der Wanderung besteigen will, kann nach dem Passieren einer steinernen Schutzhütte an einem Mauerdurchlass links einem Pfad folgen. Zwischen den toten Gerippen zahlloser großer Bäume, die einem Brand zum Opfer fielen, geht es etwa 30 Höhenmeter bergab zu dem Wanderweg, der Richtung Pico Do Arieiro führt.

Auf weiterhin herrlich gelegtem Weg geht es bergab, bis ein Felsband erreicht ist. Diesem folgt man und quert dabei das breite Talende des ..........

Leider kann man dem Felsband nicht eben weiter folgen, da ein Felssturz etwa 20m des sehr schönen Felsbandweges in die Tiefe gerissen hat. Statt dessen muss man zunächst kurz aber steil ansteigen, um dann noch steiler in einer Rinne abzusteigen. Die in den Fels gehauenen Stufen sind reichlich hoch, aber alles ist gut gesichert. Dieser Umweg ist mühselig, wird jedoch Ende 2015 weiter ausgebaut. Es ist wohl nicht vorgesehen, in absehbarer Zeit den viel bequemeren und ebenen ursprünglichen Weg wieder instand zu setzen.

Über steile Stahltreppen verliert man so gute 100 Höhenmeter, die man danach wieder aufsteigen muss.

An der Stelle, an der älter und neuer Weg wieder zusammen treffen, ist der kurze Aufstieg zu einem Durchgangstunnel deutlich gesperrt. Doch man kann gefahrlos den kurzen Anstieg wagen und durch den Tunnel gehen. Gegenüber nur etwa 100m entfernt sieht man den Herweg und fast auch den Beginn der anstrengenden Umleitung um den Felsrutsch.

Wegen eines Erdrutsches kurz vor dem Sattel am Pico Do Gato kann man die gut 2,5 km lange Ostrunde nicht empfehlen. Doch wer dennoch mag, kann dem gut ausgebauten Weg noch Süden folgen. Auf schmalen, gut gesicherten Felsbändern geht es in der schattigeren Ostseite zunächst weitgehend eben voran. Dann muss man steil auf einen Sattel (1740m) aufsteigen. Hier hat man einen herrlichen Blick hinüber zum Pico Do Arieiro (1816m) und die Radarkugel der Natostation.

Nun folgt nach einem kurzen Felsband ein fast 200m tiefer Abstieg über in das Vulkangestein gehauene Stufen. Das ist besonders beeindruckend, weil trotz dieser scheinbaren Erleichterungen die Spannung des Weges erhalten bleibt. Die Tiefblicke hinab in das steil eingekerbte Tal Cabeco Do ......sind atemberaubend.

Leider ist der Blick um die nächste Felsnase nach den vielen Treppenstufen auch atemberaubend. Denn nur etwa 100m vor dem Sattel, an dem die Ost- und die Westpassage wieder zusammen treffen, hat ein Erdrutsch etwa 10m des Weges in die Tiefe gerissen. Und Tiefe ist hier sehr ernst zu nehmen.

So ist die Querung in der lockeren Erde unterhalb des ehemaligen Weges auch nur etwas für ausgesprochen Mutige. Man sollte sich absolut im Klaren darüber sein, ob die persönlichen Grenzen mit dieser riskanten Querung nicht überschritten werden. Es mag besser sein, wieder umzukehren.

So ist man jedoch nach fünf Minuten auf dem etwa 1600m hoch gelegenen kleinen Pass. Links würde es steil weiter hinauf zum Aussichtsberg Arieiro gehen, doch als Rundweg wendet man sich hier besser nach rechts. Die folgenden anderthalb Kilometer entführen in eine Welt aus vielfarbigen Steilwänden. Dieser ganze Gebirgskomplexe stellt ja einen ehemaligen Vulkan dar. Dementsprechend gibt es über tiefschwarze Basaltlava bis hin zu roten, gelben und grauen Ascheschichten alles, was typisch für Vulkanismus ist.

Bald schon ist nach einem in den Fels geschlagenen Weg ein erster Tunnel erreicht, der einen hinüber auf die andere Seite eines der Felsbändern führt. Mit einem Knick in seinem Verlauf ist er ohne Lampe unangenehm zu durchqueren. Danach befindet man sich zwischen fast senkrechten Wänden, die von den Höhen herab ziehen. Felsbändern und schmale Pfade leiten einen unterhalb des Pico das Torres (1853m) entlang. Ein weiterer Tunnel bringt den Wanderer in weiteres Nebental. Beeindruckend die Wände über einem genauso wie der Blick Richtung Encumeda mit den anderen Bergriesen.

In einer dicken, deutlich erkennbaren Schicht verfestigter Asche führt der in die weiche Felsmasse geschlagener Weg zum längsten Tunnel. Er bringt einen tatsächlich von der südlichen auf die nördliche Seite.

Da häufig am Nachmittag das Zentralmassiv in Wolken gehüllt ist, kann die Sicht behindert sein. Den Weg indes kann man nicht verpassen: es gibt keinen anderen hier.

Schließlich, um einen Felsnase herum und über ein Felsband und einen letzten, sehr kurzen Tunnel steht man wieder am Abzweig, den man einige Stunden zuvor genutzt hatte.

Der Rückweg erfolgt wieder über die Umleitung, die Kraft und Zeit kostet.

Bei gutem Wetter sollte man jedoch auf jeden Fall nun noch den Aufstieg zum Pico Ruivo (1862m) in Angriff nehmen. Es sind ab der Berghütte nur noch etwa 80 Höhenmeter zum Gipfel. Der Rest des Rückweges erfolgt auf dem Herweg, der wieder gut ausgebaut ist.