Sehenswürdigkeiten, Wanderungen, Reisen
  • Anstieg zum Friedhof in Sulzbachtal

  • Der erste Freie Blick über die Landschaft des Lautertals

  • rlicher Wiesenweg oberhalb Sulbachtal

  • Bachquerungen sind bei der Teufelstour nicht selten

  • Blick hinab nach Frankelbach

  • Der Teufelsstein - ein alter Sandstein-Steinbruch

  • umpfdotterblumen im Bachtal

  • Ende März - noch ist der Wald kahl

  • Kurz vor Eulenbis auf der Hochfläche

  • Rastplatz am Emmerwiesenhof bei Eulenbis

  • Hinweisschilder entlang des Abstieges erläutern Besonderheiten am Wegrand

  • Mooslauter und Lauter vereinigen sich

  • Ungebunden und naturbelassen die Feuchtgebiete rund um die Lauter

  • Der Eulenkopfturm mit Standesamt im "Erdgeschoß"

  • Windkraft-Nutzung auf den Höhen

Teufelstour bei Sulzbachtal

Die 17,5 km lange, abwechslungsreiche Wanderung durch Wald und offene Flur verlangt mit 500 m Anstieg etwas Kondition. Im Hochsommer gibt es ein paar Wanderwegstücke, auf denen kein Schatten Kühle spendet. Die kühlen Bachgründe entschädigen dafür aber. Bänke sind recht rar gesät.

Zwischen Kaiserslautern und dem Glan bei Lauterecken erstreckt sich ein Gebiet, in dem Wald und Wiesen eine aufgelockerte, offene Landschaft formen. Dörfer wie Schneckenhausen, Heiligenmoschel, Mehlbach oder Wolfstein lassen erahnen, dass dieser Teil der Hinterpfalz viel Vergangenheit zu bieten hat. Alte Bergwerke (z.B. Wolfstein), unzählige Steinbrüche und weite Talauen werden seit Jahrhunderten zum Broterwerb genutzt. Dabei war das Leben nie einfach und harte Arbeit wurde mit wenig Brot entlohnt.
Zum Glück sind diese Zeiten vorüber und heute kann man auf herrlichen Wanderungen die Schönheit der Natur genießen. Eine dieser abwechslungsreichen Wanderungen führt ins Tal der Lauter, die als großer, weitgehend naturbelassener Bach von Kaiserslautern aus dem Glan zustrebt.

Bei Sulzbachtal an der B270 kann man seinen Wagen auf dem großen Wanderparkplatz abstellen (Pferchstrasse, schräg gegenüber dem Bahnhof).

Wenn man nicht, wie in Wanderbeschreibungen vorgeschlagen, mit dem Zug nach Olsbrücken fahren will, gibt es hier eine schöne Alternative:
Vom Parkplatz aus wandert man an dem kleinen Dorfbrunnen vorbei Richtung Norden. Statt der Hauptstrasse zu folgen, steigt man rechts die steile Strasse hinauf zum Friedhof (Wanderweg 10). In zwei Schleifen geht es schnell bergan und der Blick schweift über die weite Landschaft.
Nach etwa 10 Minuten erreicht man einen Abzweig rechts. Man folgt dem weitgehend ebenen Weg durch den steilen Wiesenhang bis er an einem eingekerbten Bachtal an Höhe gewinnt. Oben trifft man auf einen geschotterten Weg, dem man nach rechts folgt. Ab hier kann man eigentlich nicht mehr falsch gehen. Immer geradeaus bleibt der Weg weitgehend lange eben mit einigen kurzen Ab- und Anstiegen. Oberhalb von Olsbrücken senkt sich der Weg deutlich. In einer langgestreckten Wiese zwischen Waldrändern zweigt links ein Wiesenweg ab. Ihm folgt man weitgehend eben. Man kann auch weiter bergab steigen. Beide Wege treffen nach kurzer Zeit auf die „Teufelstour“.

Nun beginnt die Teufelstour. Je nachdem, wo man einsteigt, geht es zunächst noch etwas wieder bergauf. Doch nach einem Knick kommt ein ebenes Stück Weg über Wiesen. Schon bald geht es jedoch erneut bergauf. Durch Wald quert man nun einen steilen Hang über Frankelbach. Der schmale Pfad ist rutschig bei Nässe (und kann knapp oberhalb auf einer Forststrasse umgangen werden). Am Talschluß trifft man auf eine Forststrasse. Gegenüber geht es den Hang wieder hinauf. Eine schöne Bank lädt zu einer Rast ein.

Durch hohen Wald erreicht man einen kurzen, steilen Abstieg zur Anhöhe über Frankelbach. Vom Aussichtsplatz geht es eben über Wiesen und vorbei an Felswänden zum nahegelegenen Teufelstein. Dieser römische Sandsteinbruch wurde eventuell auch als Opferstein genutzt. Bänke laden im Sommer zu einer ersten Rast ein.

Bald danach geht es durch ein kühles Bachtal (Frankelbach). Auf Holzplanken überquert man die nassesten Stellen. Zuletzt steigt man kurz steil hinauf zu einer Forststrasse.
Immer wieder durch Wald geht es weiter hinauf zum Steinbruch Sulzbachtal. Dieser kleine Sandsteinbruch wird gelegentlich noch aktiv genutzt. Ihn durchquerend erreicht man durch einen schönen Heckenweg die freie Hochfläche bei Eulenbis. Etwa gerade aus und leicht rechts erkennt man auf einer Kuppe den Eulenkopfturm, in dem auch das Standesamt untergebracht ist.

Wir jedoch biegen an einem Wegkreuz dem Teufelsrouten-Schild folgend links ab. Steil geht es auf einem Wiesenfeldweg bergab, bis in einer Kurve der Weg rechts abzweigt. Zu beiden Seiten des Weges sind steile Wiesenhänge, auf denen im Sommer Pferde, Schafe und Kühe weiden.

Im Talgrund hat sich der Sulzbach tief in den Untergrund eingegraben. Steile Stufen führen hinab in die Klamm und folgen ein paar Meter dem kleinen Bächlein. Dann geht es wieder steil bergauf. Bald ist man oben in Eulenbis. Hier folgt man dem Wanderweg am Friedhof vorbei auf einem Betonweg zu einer sehr schönen Liegebank an der Pension Emmerwiesenhof.

Hier endet auch weitgehend der Teil des Wanderweges, der meist über Pfade führte. Über nun fast immer breite Forstwege senkt sich der Wanderweg langsam Richtung Lautertal. Die Anstiege sind vorüber. An der Bordenmühle erreicht man die Mooslauter, die wenige Hundert Meter weiter sich bei einem Bahnübergang mit der Lauter vereinigt. Von nun an folgt man anderthalb Kilometer  dem hier breiten Tal. Gegenüber liegt Hirschhorn. Nach einem weiten Bogen durch die Feuchtgebiete der Wiesenniederungen erreicht man schließlich entlang der Schienenstrecke wieder Sulzbachtal und damit den Ausgang der Strecke.

Rund 17,5 km und etwa 500 Höhenmeter bei rund 4 Stunden Wanderzeit sind zu bewältigen bei dieser schönen Rundtour. Das Wegzeichen ist der Kopf des Teufels des 1.FCK.