Sehenswürdigkeiten, Wanderungen, Reisen
  • Aufstieg zum Hinanger Wasserfall

  • Ein Eingang zur Starzlachklamm

  • Aufstieg zu den Zipfelbach-Wasserfällen

Hinanger Wasserfall, Starzlachklamm, Zipfelbach-Wasserfälle

Drei kleine Wanderungen zu drei Sehenswürdigkeiten - gut an einem Tag zu machen.

Zum Ausgangspunkt der Wanderung rund um den Hinanger Wasserfall muss man durch Hinang Richtung Hochweiler fahren. Direkt nach der Unterführung der Ortsumgehung liegt rechts ein kleiner Parkplatz mit einem Hinweisschild auf den Wasserfall. Es behauptet, dass der Hinanger Wasserfall einer der schönsten Fälle im Oberallgäu sei. Und tatsächlich, das stimmt auch wirklich. So ist diese kurze Runde sehr lohnend.

Zunächst geht es einen schmalen, befestigten Waldweg hinauf. Nach einer Brücke über den Bach ist es dann ein schöner Wanderweg, der bergauf führt. Das Rauschen des Wassers kündigt schon den Fall an.

Über eine aufwändige Steiganlage gelangt man an dem wild zerklüfteten Bachtobel entlang bis zu dem schönen Wasserfall. Über eine nahezu senkrechte Wand fällt der Bach in ein ausgewaschenes Becken.
Über und über ist der Fels bedeckt mit Moosen und Versinterungen. Von einer Brücke aus hat man einen besonders schönen Blick auf den Fall.

Danach geht es unter einem weit sich über den Weg hinaus wölbenden Wand entlang. Hier ist wohl das Wasser zu früheren Zeiten über die Kante geströmt, denn auch hier sind deutliche Versinterungen zu sehen.

An zwei Bänken vorbei steigt der Weg kurz noch im Wald bis zu einem Wegkreuz an. Dann geht es relativ schnell wieder bergab. Einmal hat man Aussicht auf Hinang und die Berge drumherum, dann führt einen der Waldpfad hinab zur Strasse und damit zurück zum Auto.

Anstieg 80 m, Länge 3 km, 45 min

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Nordöstlich von Sonthofen liegt die winzige Gemeinde "Winkel". Sie ist Ausgangspunkt für die Wanderung durch die Starzlachklamm. Auf den drei großen Parkplätze werden 2,00 EUR Parkgebühr fällig.

Auf einem breiten Weg geht es ins Tal hinein. Bald wird es ein Waldweg, der entlang des breiten Bachbettes der Starzlach führt. Schließlich erreicht man nach einem Kilometer den untersten Wasserfall und die Brotzeithütte. Ein klassisches Fotomotiv - heute leider im Regen. Ab hier geht es nur noch weiter per Eintritt (3,50 EUR / Person).

Dafür ist die Weganlage auch recht aufwändig gemacht. Denn neben dem nun steileren Bachbett ist nicht viel Platz. Auf im Regen rutschigen Steinstufen und Felsbändern geht es hinein in die Schlucht.

Weiß schäumt das Wasser auf seinem eiligen Weg hinab ins Tal. Die blank polierten Felsen zeugen davon, dass im Frühjahr oder nach einem heftigen Gewitterguss hier auch mehr entlang fließen kann.

Nach einem weiteren schönen Wasserfall durchquert man ein Blockmehr aus herabgestürzten Felsen. Und "durchqueren" ist tatsächlich so gemeint, denn es geht unter den Felsen hindurch.

Kurz danach überquert der Weg die Starzlach auf einer Stahlbrücke. Nun ist die Schlucht wieder weiter offen und der Bach stürzt nur noch kleine Felsstufen hinab. Wenige Meter weiter steigt der Waldweg steil an. In Serpentinen erreicht man schnell eine deutliche Höhe über dem Talgrund.
Dies ist die Stelle, an der es zurück geht Richtung Parkplatz. Doch man muss dazu recht viel aufsteigen.

Schließlich befindet man sich in einem Hangwald und hört mehr als 100m tiefer das munter über die Steilstufen rauschende Wasser.

Nach etwa einem Kilometer im Wald tritt man hinaus auf offene Wiesenlandschaft. Schön zu sehen die endlosen Wiesen in der weiten Ebene um Sonthofen, die im Herbst kurzgeschoren aussehen wie Englischer Rasen.
Zuletzt geht es auf einer betonierten Almstrasse hinab nach Winkel und dem Parkplatz.

Anstieg 200 m, Länge 5,5 km, 1,5 Std.

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Einige Kilometer weiter südlich von Bad Hindelang liegt Hinterstein. Von der dortigen St. Antoniuskirche geht man links am Friedhof vorbei auf einer schmalen Fahrstrasse schräg nach oben. Am letzten Haus passiert man einen Zaun und biegt rechts ab (Schild Zipfelbachwasserfall, 30 min). Der schmale Pfad steigt in einigen Serpentinen etwa 50 Höhenmeter an, bevor er weitgehend eben oberhalb des Dorfes in Richtung Osten verläuft. Steil fällt der Hang ab, doch bleibt es ein ungefährlicher Nervenkitzel.

Bald hört man das Rauschen der Fälle. Noch bevor man die Brücke richtig sieht, schimmert schon der weiße Wasserschleier durch den Nadelwald. Dann steht man am Fuß einer hellockerfarbenen Felswand, über die sich ein bisweilen breiter Wasserstrom ergießt. Die Brücke lässt einen sozusagen in der Gischt stehen.

Nachdem man die beeindruckende Wand genügend bestaunt hat, folgt man dem steil hinab gehenden Waldpfad, der arg mit Wurzeln durchsetzt ist. In der ersten Kurve erleichtert ein Drahtgeländer den sicheren und sehr schönen Blick hinauf zur Brücke mit dem dahinter liegenden Wasserfall.

Danach geht es weiter recht steil in Serpentinen den Hangwald hinab. Weiter unten hat man nochmals einen schönen Blick auf den unteren Wasserfall, bevor man nach rechts durch ein Tor im Stacheldrahtzaun in Richtung Kirche aus dem Wald heraus tritt. Nun sind es nur noch wenige Minuten bis zum Ausgangspunkt der Wanderung.

Anstieg 100 Hm, Länge 3km, 45 min