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Söllereck Bahn und Breitachklamm

In Tiefenbach Richtung Rietzlern kommt man in der Klammstrasse am Feuerwehr-Gerätehaus vorbei. Hier kann man parken. Damit ist man am niedrigsten Punkt der Wanderung.
Unmittelbar hinter dem Gelände mit Festplatz und Feldkegelbahn geht es auf einen Damm entlang der Breitach hinauf. Ihm folgt man nach links etwa 200m.
Dann biegt der Weg nach Kornau rechts ab. Über eine weitgespannte Fußgängerbrücke gelangt man über die Breitach, die hier ihrem Namen alle Ehre macht. Unmittelbar darauf steigt der Weg steil an. An einer Gabelung folgen wir dem rechten Weg, der uns nach Kornau bringt. Doch dazu müssen wir knapp über 200m aufsteigen. Zunächst einem Bachbett folgend, dann über Wiesen zum pittoresken Dorfkern mit kleiner Kirche. Immer weiter geht es hinauf zur Bundesstrasse.

Nun ist der Aufstieg fast vorüber. Noch ein paar Meter geht es gegenüber hinauf zur Seilbahn. Die bringt einen für 10.50 EUR um etwas über 300m nach oben.

Das Hotel Schönblick macht seinem Namen gewiss bei gutem Wetter alle Ehre, schaut man doch hinab auf den Talkessel von Oberstdorf sowie die Bergketten drumherum. Leider ist das Wetter heute mehr grau in grau.

Auf gut befestigtem Schotterweg geht es nun für etwa 3,5km Richtung Riezlern. Nach einem ersten kurzen Anstieg zur Amannsalpe (5 min) geht es von da an immer nur bergab.

Oft führt die Almstrasse durch Wald, aber meistens durch offene Wiesen. Rechts vor einem liegt oberhalb von Rietzlern der markante Hohe Ifen mit seiner dem Gipfel aufgesetzten Felsplatte. Rechts daneben dehnen sich die riesigen Karsthochflächen des Gottesacker Plateau aus.

An der Mittelalpe mit herrlicher Aussicht auf Rietzlern hat man den Abstieg zur Hälfte schon geschafft. Bald danach geht es in Septentinen bergab, wobei man sich links hält Richtung Rietzlern.
Nachdem man in einem Seitental zwei schäumende Bäche auf Brücken gequert hat, geht es leicht wieder bergauf. Doch sogleich wenn man aus dem Wald tritt und eine große Bank vor sich hat, geht es rechts mit Weiß-Rot-Weiß steil eine kleine Waldschlucht entlang bergab (Richtung Bushaltestelle).

Unten angekommen überquert man die Strasse, geht gerade aus und ist bald wieder im Wald. Steil geht es nun bergab Richtung Breitach.
Genau am Zusammenfluß von Breitach und Schwarzwasser erreicht der Waldweg die letzten Meter einer betonierten Strasse.

Der breite Wasserstrom wälzt sich hier eher gemächlich durch das steinige Bachbett, das eine massive Brücke überspannt Unter der turmhohen Brücke der Bundesstrasse hindurch geht es sogleich in eine Engstelle hinein. An die senkrechte Felswand geklebt verläuft der Weg auf Holzbohlen.

Bald darauf weitet sich das Tal wieder und es geht auf breitem Weg entlang des Baches. Schon ziemlich herbstlich ist das Laub der Bäume, die den von vielen Felsen durchbrochenen Wasserstrom säumen.

Etwa 3 km lang läuft man so durch das ansonsten nahezu unberührte Bachtal. Nur das Gasthaus Waldhaus liegt in der Nähe der deutsch-österreichischen Grenze und verfügt über eine Brücke über die Breitach. Zu Fuß ist es etwas über 30 Minuten hinauf zur Bundesstrasse und einer Bushaltestelle. Danach wird es wieder einsamer.

Schließlich, nach einem kurzen Abstieg zurück zur Breitach erreicht man eine umfangreiche Steiganlage.
Weit oberhalb der eng zusammenrückenden Talwände läuft man bequem bis zu einer Brücke. Sie bringt einen hinüber zur anderen Seite der Felsschlucht. Unten donnert das Wasser in einen dunklen Schlund hinein.

Kurz nach der Brücke passiert man einen gewaltigen Felssturz aus dem Jahre 1995, der einen Sachschaden von 300.000 EUR verursachte.

Das verschließbare Eisentor zeigt den Beginn des kostenpflichtigen Teils der Wanderung an. Das Kassenhäuschen liegt oberhalb des tobenden Wassers in der senkrechten Wand. Für 3 EUR pro Person bekommt man Eintritt zu dem fast schon unterirdischen Teil der Engstelle.

Hier hat sich die Breitach in über 10.000 Jahren durch den Fels gefräst. Die Wände rücken dicht zueinander, manchmal nur zwei, drei Meter breit. Über einem ragen an die Hundert Meter glatt geschliffene Felsen empor, die soweit übereinander ragen, dass oft das Tageslicht keinen Weg mehr bis nach unten findet.
An einer Engstelle mit kleiner Brücke kann man erkennen, um wie viel nochmals höher das Wasser nach einem verheerenden Unwetter 2005 stand: 6,60 m über der Brücke, die selbst schon gute 6 Meter über dem Grund der Klamm die senkrechten Felswände miteinander verbindet. So stark steigt der Wasserspiegel an dieser Engstelle an.

So geht es an Strudellöchern, sich windenden Felsrinnen und ausgewachsenen Wasserfällen entlang hinab zum unteren Kassenhäuschen, an der auch die Schlucht endet.

Nun folgt man zunächst etwa 200m der Strasse entlang. Dann biegt rechts nach einer Brücke ein breiter geschotterter Weg an, der einen entlang der Breitach binnen einem Kilometer wieder zurück zum Feuerwehr-Gerätehaus von Tiefenbach bringt (Achtung: kurz vorm Ortseingang links auf den Damm wechseln).

Wanderkarte zum Söller Eck