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Playa de la Madera - Ruta del Litoral

Eine ebene Wanderung durch endlose Lavafelder direkt an der Abbruchkante zum Meer hin. Keinen einzigen Moment ist der Weg eben und gut zu gehen, dennoch ist er lohnen, denn die wild zerklüftete Küste und die wie ert vor einigen Wochen erkaltet aussehende Lava beeindrucken. Der Rückweg ist der Hinweg, festes Schuhwerk hilft.

Die Playa de la Madera erreicht man unter anderem von Tinajo, von wo aus es auf immer kleiner werdender Strasse Richtung Tenezar geht. Kurz vor der abknickenden Strasse zum Ort geht es allerding gerade aus auf langer Schotterpiste weiter. Die Strasse führt durch das endlose Lavafeld des Ausbruchs von 1730 bis 1736 direkt bis ans Meer (kleiner schwarzer Sandstrand, 29,10968N, 13,50140W).

Die Wanderung führt unmittelbar hinein in das rostrote bis schwarze Lavafeld unterhalb der Feuerberge von Timanfaya und der gewaltigen Caldera Blanca. Der schmale und ruppige Weg bleibt stets dicht an der Küste. Er ist dauerhaft eingefasst von kleine Mäuerchen, damit man in der groben Lava den Weg nicht verpasst.

Die Natur hat es in den vergangenen 250 Jahren nicht geschafft, hier ein grünes Pflänzchen hervor zu bringen. So gibt einzig die See der Landschaft etwas lebendiges, wenn die Wellen sich an den steil ins Meer abbrechenden Lavafronten auftürmen und ihre Gischt vom Wind davon getragen wird. Die Einöde ist kaum anders zu beschreiben wie durch den Vergleich mit der Mondoberfläche. Denn dieser endlose Strom aus gescholzenem und geborstenen Gestein erscheint nur geringfügig weniger lebensfeindlicher zu sein wie das Pendant im All.

Rote Krabben sonnen sich auf den von der Gischt feuchten Felsen, wenn die Brandung zu heftig wird. Sie und die gelegentlichen Möwen sind die einzigen Lebewesen, die man als Wanderer hier antrifft.

Die gesamte Strecke bis zur anderen Nationalparkgrenze (14 km) zu gehen ist ziemlich anstrengend, denn auf dem herumrollenden Lavagrus ist Wandern nicht sehr angenehm....man geht einfach so weit, wie man mag und dreht dann wieder um.

Unter anderem von Tenezar nach Mancha Blanca kann man durch die Felder fahren. Sie erlauben einen beeindruckenden Blick auf die Mühsal, die Ackerbau auf der Lavaimsel bedeutet. Die wenigen Pflanzen sind hinter Mäuerchen vor Wind und zu viel Sonne etwas geschützt. Der schwarze Lavagrus hält die Feuchtigkeit des Morgens und auch des seltenen Regens.

Kurz vor Haria von Süden kommend biegt links eine Strasse nach Las Nieves ab. Auch wenn die Kirche selbst kein allzu bedutendes Ziel ist, der Blick von der 550 m hohen Klippe hinab zur Dünenküste von Famara ist sehr beeindruckend. Besonders bei Sonnenuntergang.