Sehenswürdigkeiten, Wanderungen, Reisen
  • Die Hauptverbindungsstrasse im Nordosten Madeiras

  • In der senkrechten Wand und in sehr schlechtem Zustand - die einzige Durchgangsstrasse

  • Sonnenaufgang im Nordosten

  • Typische Dörfer abseits der wenigen Ballungszentren

  • Nicht allzu weit bis zum Schönen Fluss

  • Der schöne Levada-Kanal

  • Liebesblumen entlang des Weges - im Dezember blühen nur wenige

  • Quer durch den feuchten, üppigen Wald

  • Blick zurück nach Sao Jorge

  • Einer der vielen Bachzuflüsse

  • Das Wetter ist nicht berühmt

  • Nur wenige Wanderer begegnen einem um diese Jahreszeit

  • Eine Dusche auf dem Weg

  • Riesenfarn umgibt den Wanderer

  • Für diese kurze Höhle braucht man keine Taschenlampe

  • An der Matre, dem Quell der Levada. Hier wird das Wasser abgezweigt und 5km weit im Wasserkanal durch die Felswände geleitet

  • Der schöne Fluss....er verschwindet im undurchdringlichen Dickicht

  • Sehr (!) steile Abfahrt zur Küste bei Sao Jorge

  • Unglaublicher Aufwand für wenige Häuser, mehr als 25% Steigung

  • Das Wetter ist mild, aber die See aufgewühlt

Auf der Levada do Rei zum Rivero Bonito

Bequeme und gut gesicherte Wanderung entlang einer Levada zu dem Ursprung des Wasserweges am "Schönen Fluß", Länge 13 km bei etwa 3 Stunden Wanderzeit

Die Zufahrt zur Levada ist an der Hauptstraße von Sao Jorge ausgeschildert. Etwa 2,5 km geht es von der Küste weg hinauf in den Wald. An einer Wegverzweigung mit Eukalyptusbäumen steht ein Wanderschild. Hier beginnt der PR18.

Zunächst geht es kurz zu einem großen Wasserbecken, neben dem es etwa 20m bergauf geht. Das Wasser der Levada rauscht hier steil den Hang hinab in das Becken hinein. Doch nach diesem kurzen Anstieg bleibt der Weiterweg dann eben und steigt auf den nächsten 6 km nur etwa 50m an.

Die Levadawanderung beginnt harmlos. Zwischen Erdwällen und entlang von Afrikanischen Liebesblumen (Schmucklilien) geht es in das tief eingeschnittene Tal Achada do Milheiro hinein. Die ersten Geländer tauchen auf und lassen Tiefblicke zum etwa 300m tiefer liegenden Talboden erahnen. Der Weg ist schattig und nahezu immer von Bäumen überdacht.

Etwa einen Kilometer später schmiegt sich die Levada dicht an die senkrechten Felsen. Nun sind die ausreichend vorhandenen Seilgeländer durchaus willkommen. Nicht verpassen sollte man die einzige Stelle, an der man rückblickend die letzten Häuser von Sao Jorge sehen kann.

Über und über sind die senkrechten Wände bedeckt mit Pflanzen und Bäumen, die sich in die Felsspalten krallen und so Stürmen und Gewitterregen trotzen. Die Levada folgt den Biegungen und Vorsprüngen des Berges. Der schmale Weg an ihrer Seite ist nun trockener und angenehm zu gehen.

Schließlich erreicht man den ersten großen Bachzufluss. Schön zu erkennen ist die Einleitung eines Teils des Wassers in die Levada. Ein Überlauf verhindert, dass sie bei Regen zu viel Wasser aufnehmen müsste. Die Dichte der Vegetation in dem kleinen Seitental ist beeindruckend.

Hier biegt auch nach rechts ein möglicher Rückweg ab, doch vorerst schickt einen das Wanderschild weiter in Richtung Ribeiro Bonito. Leider zunächst recht feucht und auf breitem Fahrweg folgt der Wanderweg weiter der Levada. Etwa 700 m später - der Talboden rückt durch eine Steilstufe sehr schnell nach oben - folgt eine Engstelle und der breite Weg weicht wieder dem schmalen Pfad entlang des Wasserkanals. Ein zweiter Bachzufluss wird gequert. Trittsteine helfen dabei, keine nassen Füße zu bekommen.

Nun wird es immer steiler um den waagrechten Weg herum. Die Felswände sind bisweilen überhängend. An einer Stelle muss man sogar durch einen kleinen Tunnel. Er ist jedoch nur 5 m lang und man braucht keine Lampe. Etwa 15 Minuten später hat man einen etwa 50 m hohen Schleierwasserfall (je nach Wetter auch trocken) passiert und hört vor sich deutlich das Rauschen eines weiteren. In dem Kessel sind die Felswände über und über mit Moosen und Farnen bedeckt. Der Wasserfall fällt ziemlich genau auf die Betonrinne der Levada. Links und rechts davon strömen kleine Rinnsale aus den Moosen hervor und bilden auf sechs, sieben Meter Länge eine nasse Passage. Gut wer einen Regenschirm dabei hat. Andernfalls heißt es sich dich an der Felswand halten und schnell durch.

Nun sind es nach einer Felsnase nur noch wenige Meter bis zum Ende der Levada do Rei. Der schöne Fluss (Ribeiro Bonito) wird hier nach einer engen Klamm leicht aufgestaut. Ein Teil des Wassers wird in die Levada umgeleitet.

Der steil eingeschnittene Taltrichter bietet wenig Sonnenlicht im Winter, denn die Berge stehen dicht beieinander. So bildet sich ein dichtes Pflanzengeflecht, durch das man jedoch rechts hoch noch etwa 100m weiter gehen kann bis zu einer kleinen Lichtung mit Blick auf den Bach. Klasse Mittagsplatz.

Zurück geht es auf dem selben Weg bis zum ersten Bachzufluss von heute Morgen. Hier könnte man links hinauf und oberhalb der Schlucht auf einer Forststrasse zurück gehen. So aber folgt man der Levada zurück. Dabei wird der Weg nicht langweilig, denn es gibt ja so viel zu sehen.....