Sehenswürdigkeiten, Wanderungen, Reisen
  • Die Gipfelstation der Nebelhorn-Bahn

  • Links unten Oberstdorf, rechts durch die Flanke geht der Weg

  • Die Station Seealpe auf 1280 m

  • Der Weg zum Geißfußsattel in der Ferne

  • Blick hinauf zum Nebelhorn (2224 m) und den Grundkopf (2062 m) davor

  • Entschenkopf (2043 m) ganz recht, darunter der oberer Geißalpsee

  • Links das Geißalphorn (1953 m) , dahinter das Rubihorn (1957 m)

  • Die Befestigungen in der Geißfuß-Wand unterhalb des Nebelhorn

  • Sehr steile Anstieg und schmale Grate auf dem Weg zur Geißalphorn-Spitze

  • Abstieg im Nebel...steil und ausgesetzt

  • Im Abstieg weiter bergab

  • Hundert Serpentinen führen steil bergab

  • Blick zurück zum Gipfel des Geißalphorn und die kitzelige Steilstelle im Felsabbruch

  • Die Seealpe-Mittelstation nach 700 m Abstieg

  • Abteig auf Weg 5 in das Tobelbachtal

  • Herrliche Wasserfälle entlang des Faltenbachtobeltals

  • Bis fast hinunter ins Tal begleitet der Weg den munteren Bach

  • Die Skischanzen von Oberstdorf

  • Auch im Sommer in Verwendung

  • Abendstimmung über den Bergen

Die Gaißalpspitze über Oberstdorf

Ausgedehnte, teilweise sehr exponierte Bergwanderung mit langem Abstieg, Gehzeit etwa 5 3/4 Stunden bei 270 m Aufstieg und 1400 m Abstieg

Mit der Nebelhornbahn in Oberstdorf geht es für 20,50 EUR/Person von 830m zur Bergstation Höfartsblick (1932m) mit einmal umsteigen (wer mag, kann auch bis zum 2224m hohen Nebelhorngipfel fahren (und von dort über den Grundkopf mit Weg 7a hinab zum Geißfußsattel).

Hier beginnt sofort der herrliche Wanderweg, wozu man außerhalb der Station kurz in Richtung Nebelhorn geht, um dann auf betoniertem Weg einen ersten Aussichtspunkt zu erreichen. Dann aber folgt man dem Wegweiser zur Geißalp (3 Std; Weg 7).

Nach fünf Minuten beginnt ein steiler Abstieg in einem schattigen Talwinkel. Mit etlichen Metern Stahlseil gesichert geht es direkt unter dem Nebelhorn etwa 80 m bergab. Dann hat man den ebenen Teil des Weges erreicht, der quer durch den flachen Talboden zwischen Nebelhorn und Großem Gundkopf Richtung Geißfußscharte führt. Zu ihr geht es am Ende wieder etwa 50 m bergauf.

Statt nun direkt danach Richtung Geißalp abzusteigen, bleibt man auf Höhe der Scharte und folgt den Pfaden nach links. Bald ist man wieder am Kamm, der von dem Geißfuss wenige Meter über einem herunter kommt. Richtung Nebelhorn öffnet sich immer weiter der Talboden und gibt den Blick frei auf den oberen Geßalpsee (1770 m). Gegenüber ragt der Entschenkopf (2043 m) empor und geradeaus ragen Geißalphorn (1953 m) und dahinter das Rubihorn (1948 m) auf.

Leider verschandeln massive Lawinenschutzverbauungen den Blick Richtung Oberstdorf.

Bis zu der Stelle, an der man die aufwändigen Stahlgerüste passiert hat, ist der Weg recht einfach. Doch mit dem Aufstieg zum Geißalphorn wird er eindeutig steiler und anspruchsvoller. Besonders die letzten Meter unter dem Gipfelkreuz (toller Blick auf das Rubihorn) erfordern absolute Trittsicherheit. Rechts neben dem schmalen Pfädchen geht es etliche hundert Meter weitgehend senkrecht bergab.

Vom Gipfel des Geißalphorns hat man einen herrlichen Blick auf das Nebelhorn und den scharf abgeschnittenen Kamm bei der Bergstation. Aber auch der Blick nach Westen ist berauschend - wenn das Wetter mitspielt. Heute sind nach anfänglich strahlendem Sonnenschein sehr schnell viele Wolken aus den Talnebeln entstanden.

Der Weiterweg erfordert eine ordentliche Portion Nerven. Immer entlang der Steilabbrüche geht es nur zum Teil seilversichert zu einer Leiter. Sie ermöglicht den Abstieg auf ein kurzes aber ausgesetztes Stück Kamm. Links und rechts geht es etliche hundert Meter steil bergab.

Doch dann hat man, nach etwa 2 Stunden Gehzeit, im sanften Sattel zwischen Geißalphorn und Rubihorn eine Weggabelung erreicht. Nun könnte man in einer 3/4 Stunde zum Rubihorn aufsteigen (bei besserem Wetter). Oder aber man steigt sofort ab Richtung Seealp-Station.

Die ersten Meter vom Felskamm hinab sind noch seilversichert. Aber dann geht es 700 Höhenmeter recht beschaulich bergab. Der Preis dafür: Der Weg windet sich in mehr als hundert Schleifen den Berg hinab. Zunächst in einer sehr steilen Wiese, dann durch Wald.

Schließlich erreicht man eine der beiden Fahrstrassen hinauf zu den Stationen. Auch hier geht es weiter bergab, zunächst auf der breiten Schotterstrasse. An einer Kehre verschwindet der nun schmale Weg im Wald. Er folgt einer schmalen Felsrippe oben auf der Kante entlang.

Schließlich erreicht man im Abstieg das Bachbett, das hier eindeutig komplett vom Menschen gestaltet wurde. Hier wird Energie gewonnen zum Betrieb der Seilbahn.

Einige Hundert Meter geht es nun wieder auf einer breiten Schotterstrasse bergab. Doch dann biegt der Weg rechts ab in den Faltbachtobel.

Obwohl auch hier der Mensch massiv gestalterisch eingegriffen hat: die rauschenden Wasserfallvorhänge beeindrucken dennoch. Vor allem der etwa 10m hohe Hauptfall, an dessem Rand eine aufwändige Stahltreppenkonstruktion die Begehung erst ermöglicht.
So geht es steil immer in der Nähe des Bachbettes bergab bis schließlich nach einem zweiten großen Wasserfall eine Betonstrasse erreicht wird. Sie liegt auf der Rückseite der Sprungschanzen der Erdinger Skiarena. Nun sind es noch 10 Minuten, bis man durch diesen Teil von Oberstdort wieder unten am Ende der Stahlseile ankommt.

Die Karte zur Wanderung an die Gaisalpspitze vom Nebelhorn aus