Sehenswürdigkeiten, Wanderungen, Reisen
  • Morgendämmerung über den Bergen

  • Vom großen Parkplatz unter dem Schwarzhorn geht es eben los

  • Herrlicher Wanderweg auf die Rückseite des Weißhorn

  • Die Almen von Neuhütte

  • Blick hinab in die Blätterbachschlucht

  • Der Strom aus Schutt tief unten im Tal

  • Nach einem herrlichen Rastplatz steigt der Weg ausserhalb des Waldes weiter hinauf - im Hintergrund die Dolomiten

  • Die Zinnen des Latemar

  • Das weithin leuchtende Weißhorn

  • Diesen herrlichen Grat geht es entlang

  • Erster von zwei Klettersteiglein

  • Blick auf den Anstiegsgrat, die Bletterbachschucht und den zweiten Klettersteig

  • Die möglichen Zustiegswege, der rechte ist der beschriebene

  • Gedränge am Gipfel

  • Kurz vor dem Parkplatz nach 11 sehr schönen Kilometern

Das Weißhorn über dem Butterloch

Die Tour auf das Weißhorn kann man von Aldein, Radein oder dem Jochgrimm-Pass aus starten. Die Größe des Parkplatzes am Jochgrimm lässt erahnen, wie viele Menschen hierherkommen, um die 330 Höhenmeter zum Weisshorn unter die Wanderschuhe zu nehmen. So ist der direkte Zustieg mittlerweile auch ein breit ausgebauter Weg, der an vielen Stellen über bequeme Stufen bergauf führt zum felsigen Gipfel. Doch dies soll bei dieser Runde der recht bequeme Abstieg sein.

Vom großen Parkplatz aus geht man nach Norden auf dem nahezu ebenen Wiesenweg Richtung Alm Neuhütte (ca. 1,5 Stunden). Den ersten Kilometer geht es herrlich über Almen ohne nennenswerte Steigung. Der Blick schweift hinüber zu den Gipfeln des Rosengartens und die wilden Zähne des Latemar. Imposant steht die Felswand der Dolomiten vor einem, die in der Seiser Alm ihre sanfte Fortsetzung find. Abrupt endet das Felsengebirge senkrecht über dem Etschtal.

Sobald der Weg den Wald erreicht, beginnt der meist sanfte Abstieg Richtung Neuhütte. Durch einen alten, lockeren Zirbenwald mit Beweidung leitet der Almweg gut beschattet den Wanderer um den halben Berg herum. Dabei verliert man eine Höhe von etwa 250 Metern.

Nach etwa einer Stunde öffnet sich der Wald wieder und man befindet sich auf den Almen von Neuhütte. Man folgt nicht dem Weg rechts hinunter, sondern steigt nun sanft Richtung Aldein und Bletterbachschlucht wieder an. Wer ihn sieht: links auf der Weide steht ein Baumstumpf mit Teufelsfratze.

Der immer noch sehr bequeme Viehweg führt durch Wald wieder sanft hinauf zu einer weiteren Alm direkt am Rand der Bletterbachschlucht. Hier hat man einen herrlichen Tiefblick in die Bletterbachschlucht und auch hinauf zum Weisshorn. Nur etwa 200 m scharf nach links Richtung Gipfelkreuz kann man die Aussicht noch mehr geniessen: auf einer herrlichen Aussichtsbank. Direkt am Schluchtrand geht es neben der Bank über 300 m direkt hinunter. Und der Blick schweift noch 450 m hinauf zum Gipfel.

War der Weg bis hierher überaus bequem, beginnt nun eindeutig die Arbeit. Steil windet sich die raue, schmale Forststrasse den Berg hinauf. Letzte Blicke hinaus in Richtung Talausgang lassen die Steilwände des Butterlochs erahnen.

Im Wald noch angenehm, wird es nach einigen Tränken mit kühlem Wasser im offenen Gelände schnell warm. Doch nun ist der erste Teil des Anstieges auch fast geschafft. Der Moment, in dem man auf den Kamm tritt und auf der anderen Seite die Schlucht sich vor einem öffnet, ist echt beeindruckend.

Von nun an bleibt der Wanderweg auf dem Kamm und man wandert vom Grödner Sandstein über die Werfener Schichten hinauf zum Dolomit, der in einem klaren Meer mit Korallen entstand. Sozusagen mit jedem Höhenmeter Hunderttausende von Jahren Erdgeschichte.

Eine kurze Klettersteig-Passage, dann beginnt der Aufstieg durch die wild zerklüftete Felskuppe des Weisshorns. Auch hier sind die exponiertesten Stellen seilgesichert. Und dann steht man auch schon auf dem Gipfel. Es lohnt sich, vom Kreuz bis ganz nach vorne zu gehen. Denn hier oben hat die Bletterbachschlucht ihren Anfang!

Der Rundumblick ist grandios. Hinab ins Etschtal und bei klarer Sicht hinüber in die Brentaberge. Nach Osten die Dolomiten mit dem Latemar und dem Rosengarten als vorderste Front.

Der Abstieg über den Normalweg, keine 350 m, gestaltet sich angenehm. Selbst der oberste, felsige Teil ist für Turnschuhträger hergerichtet worden. Dennoch: steil geht es bergab, vor sich der große Parkplatz am Hotel Schwarzhorn.

550 Hm, 11 km