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Burrone Klettersteig /Mezzocorona

Der Burrone Klettersteig nutzt einen sehr schmalen Felsdurchbruch in den Bergen oberhalb von Mezzocorona. Der gut gesicherte Klettersteig ist nicht allzu schwer, bietet aber vor allem an warmen Tagen ein herrliches Klettervergnügen durch eine beeindruckende Steilschlucht.

Der Klettersteig liegt etwas versteckt etwa 2 km vom Ortkern entfernt Richtung Brenta / Mollaro (46°13'41.7"N 11°05'43.8"E).

Die direkte Zufahrt zu dem kleinen, künstlich angelegte See ist nur für PKWs möglich. Zwei Schranken mit 2 m Höhe verhindern die Zufahrt mit dem Wohnmobil.

Am See vorbei führt, unmarkiert, der Weg in den Wald hinein. Man folgt einfach dem Bach, der den See speist. Schon bald ist man einige Höhenmeter weiter oben und erreicht die erste seilversicherte Stelle. Der Sims in der Wand gehört zu einem alten Waal, der das Wasser des Baches in das Weinanbau-Gebiet unterhalb der Steilwand geleitet hat. Um eine Biegung herum weiter und schon steht man einem etwa 15 durchmessendenFelskessel. Der schmale Wasserstrahl des Baches fällt aus beachtlicher Höhe herab. Daneben streben spannend drei Leitern sehr schnell in die Höhe. Die erste noch innerhalb des Kessels, die zwei folgenden leiten dann hinaus in die Steilwand..

In der folgenden Steilwand sind etlich Stellen mit Stahlseil gesichert. Dennoch ist der buschbewachsene Hang doch eher steiles Gehgelände, bei dem man gelegentlich gerne das Stahlseil zur Hilfe nicht.

Nach einer kurzen Leiter erreicht man bald auf einem Sims den Einstieg in die Schlucht.

Etwas gebückt geht es auf einem Felsband bis zu einer kleinen Leiter, die hinab führt ins steinige Bachbett. Über einem beginnen sich die Felsen zu schließen. Schräg gegenüber geht es die längste Stahlkrampen-Strecke der Tour über eine glatte Wand weiter hinauf.

Nach diesem spannenden Stück des Klettersteigs geht es in die etwa 5-8 m breite, beeindruckender Schlucht hinein. Gelegentlich schließen sich über einem Felswänden fast vollständig und Dämmerlicht erreicht nur noch den Schluchtgrund. Im Normalfall ist der neben einem fließende Bach klein und völlig unproblematisch.

Am Ende entsteigt man dem dunklen Loch durch einen schmale Riss in der senkrechten Felswand und Grün umgibt einen. In der nun etwas weiter sich öffnenden Schlucht explodiert bei der herrschenden Feuchtigkeit und Wärme die Pflanzenwelt. Der weiterer Aufstieg neben Bachbett leitet bis zu einem großen Wasserfall. Wie ein Schleier fällt das Wasser über einen Sinterkegel über die ganze Wand herab und bietet herrliche Abkühlung an warmen Tagen.

Nach dem Wasserfall werden mehrere Felsstufen mit Stahlkrampen überwunden, Schließlich erreicht man eine letzte große Leiter, neben der in einer Sinterrinne der kleine Bach herunter rauscht.

Oberhalb des Ausstiegs geht es durch den Wald noch etwa 50 m weiter hinauf (bis zur Leiter sind es 430 Höhenmeter).
Der querlaufende, fast ebene Weg, den man dann erreicht, führt einen nach rechts zur etwa zweieinhalb Kilometer entfernten Seilbahn hinab nach Mezzocorona. Am Wandfuß geht es durch die Weinberge zurück.
Alternativ kann man links dem Fahrweg folgen, der bald in eine sehr steile, gepflasterten Bergstrasse mündet, die im Zick-Zack recht anstrengend wieder hinab zum Ausgangspunkt führt.