Sehenswürdigkeiten, Wanderungen, Reisen
  • Ausgangspunkt der Wanderung am Steffenshof

  • Steiler Abstieg in Schüsselbachtal

  • Herrlicher Hangpfad mit Felseinlagen

  • Exponierter Blick hinab zur Schmausmühle

  • Am Barreterley

  • Kurz vor Heyweiler

  • Im felsigen Baybachtal

  • Seilgesicherte Passagen im steilen Kerbtal

  • Die "Schlüsselstelle", ein steiler Durchstieg an einer Felsstufe

  • Hochbetrieb an der Schmausmühle

  • Ehemalige Schiefer-Steinbrüche

  • Stollen und Splatzhaus aus der Zeit, als hier noch Schiefer gewonnen wurde für Dächer

Baybachklamm bei Heyweiler

Die Wanderung liegt in der Nähe von Heyweiler etwa 10 km westlich von Emmelshausen im Hunsrück.

Ein guter Ausgangspunkt ist der Steffenshof (Abzweig von der L205), der unmittelbar an der Rundwanderstrecke liegt. Er ist auch gleichzeitig der höchste Punkt der Wanderung.

Wer gerne gegen den Strom schwimmt, wird die Wanderung in Richtung Osten beginnen.

Am Steffenshof und einem Feld vorbei tritt man in den Wald. Alsbald beginnt ein langer Abstieg. In Serpentinen geht es etwa 150 m hinab ins Tal des Schüsselbachs. Schon früh hört man ihn rauschen, doch durch den dichten Wald sieht man ihn erst, wenn fast die Talsohle erreicht ist.

Der Bach wird auf einer massiven Brücke überquert. Gegenüber folgt man etwa 50 m der Forststrasse rechts hinauf. Dann zweigt ein unscheinbarer Pfad links ab. Er steigt an und quert dann im steilen Hangwald oberhalb einer Felsrippe. Immer weiter steigt der Weg an, wird nach dem felsigen Stück bald wieder sanfter und erreicht schließlich die Hochfläche.
Der am Rande der Hochfläche liegende Parkplatz Heyweiler ist für die meisten Wanderer der Einstieg in die Baybachklamm-Runde. An ihm vorbei erreicht man nach wenigen Minuten die Aussicht auf die Schmausmühle. Wie ein Adlernest hängt die kleine Aussichtshütte über dem Steilhang. Tief unten im bewaldeten Tal sieht man die Schmausmühle.

Nun geht es längere Zeit entlang des Waldrandes - der Weg ist gut ausgeschildert und man kann den gelegentlich schmalen Pfad eigentlich nicht verpassen.

In einer scharfen Rechtsbiegung zweigt gerade aus ein 70 m langer Pfad zum Barreterley ab (markiert). Man sollte bis dort vorne hin gehen. Eine Bank lädt zu einer Pause ein und der Blick über das bewaldete Baybachklamm-Tal mit einer gegenüber liegenden Felsrippe hat es in sich.

Zurück am Wanderpfad geht es kurz bergauf. Schließlich verlässt man den Wald und wandert über offenes Feld. Im Süden kann man die Häuser von Heyweiler erkennen.

Bevor man das Dorf erreicht, geht es wieder zurück in den Wald. Steil führt der Weg nun bergab. Entlang eines kleinen Baches dringt man in das feucht-kühle Baybachtal. Doch zunächst folgt der Pfad dem Frankweiler Bach immer weiter bergab.

An dem Abzweig zum Rabenlay erreichen Bach und Weg den Baybach. Nach rechts geht es etwa 200 m noch entlang des deutlich größeren Baybach, bevor der Weg hinauf zum Rabenlay ansteigt. Die Rundwanderung jedoch folgt nun dem munteren Gewässer nach links bergab.

Sogleich zwängen sich das Wasser und der schmale Pfad durch eine felsige Engstelle, die außerdem recht schlammig sein kann. Doch nach einer Holzbrücke geht es dann wieder besser weiter.

Der Pfad folgt auf einem Kilometer eng dem Wasserlauf - dann ist die Schausemühle erreicht. An sonnigen Tagen drängen sich hier Hunderte von Gästen, ist es doch die einzige Gaststätte auf der Rundtour.

Vorbei an der Schilf-Kläranlage verschwindet der Weg wieder im Wald. Nach einer alten Steinbrücke zweigt der Wanderpfad rechts ab, überquert einen kleinen Seitenbach und folgt nun für weitere 2,5 km dem Baybach. Mehrmals gibt es an felsigen Steilstufen Seilversicherungen. Mal ist der Pfad schmal wie der Bach, mal ebenso breit. Bisweilen träge fließt das Wasser an den fast ebenen Stellen und rauscht gewaltig, wenn es steiler bergab geht. Selten ist der Weg weit oberhalb des Wassers, gelegentlich sehr dicht daneben.

Zwei gewaltige Löcher sowie etliche Höhlenzugänge zeugen vom intensivem Schieferabbau vergangener Zeiten.

Doch auch die schönste Wald-Bach-Felsenwanderung geht mal zu Ende. Ein deutlich markierter Abzweig beendet den sanften Abstieg (mit etlichen kurzen Anstiegen). Zunächst recht sanft steigt man entlang eines kleinen Baches nun wieder in die Höhe. Mehrere kurze, steilere Stücke bringen einen recht schnell wieder auf die Hochfläche. Nun sind es nur noch 500 m, dann steht man wieder am Ausgangspunkt der Wanderung.

430 Hm, 4:45 Stunden, 12 km

Karte der Wanderung Baybachklamm