Sehenswürdigkeiten, Wanderungen, Reisen
  • Felsenwanderweg an der "Gans" über Bad Kreuznach

  • Blick auf die grossen Salinen im Nahetal

  • Ausläufer von Bad Münster am Stein

  • Felsiger Abstieg

  • Blick zum Gipfel des Rheingrafenstein

  • Links der Rheingrafenstein, der noch erwandert wird

  • Schutz vor Steinschlag an der Nahe

  • Langer Aufstieg zum Rheingrafenstein

  • Ausblick auf die abendlich beleuchtete Rote Wand

  • Blick Richtung Bad Kreuznach

  • Blick zum Gipfel der Gans mit Funkturm

  • Die Kurstadt Bad Münster

  • Schon in der Dämmerung: das Rheingrafensteiner Schloss

  • Brückenhäuser in Bad Kreuznach

Bad- Kreuznach - Wanderung zur Gans und dem Rheingrafenstein

Zwischen Bad Münster am Stein und Bad Kreuznach durchbricht die Nahe einen massiven Felsriegel aus Porphyr. In diesen fast alpin anmutenden Felswänden gibt es so manchen schönen Wanderweg. Der hier vorgestellte durchquert fast die gesamte Breite des felsigen Durchbruchhang der Nahe.

Er beginnt am Ende der Strasse „Salinenblick“ in Bad Kreuznach. Ein kleiner Parkplatz erlaubt einen bequemen Start.
Vom Parkplatz geht es kurz bergab zu einem querlaufenden Weg, dem man nach links folgt. Er verläuft weitgehend auf gleicher Höhe im Wald. Dort, wo es nach kurzer Zeit leicht nach unten geht, folgt man dem Weg (Wanderweg KH8). An der nächsten Verzweigung etwa 200 m weiter dann jedoch dem Waldpfad, der auf der Höhe bleibt (einige Informationstafel erläutern altes Handwerk in Bad Kreuznach, u.a. Salzmacher).

Nach etwa einem Kilometer erreicht man so einen der schönsten Teile des Weges. In der kargen, felsigen Wand der „Gans“ steigt der Felsenpfad (mit Geländer) aussichtsreich langsam bergan. Unten sieht man die Nahe und die sehr langen Salinen, die das Tal fast komplett queren. Gegenüber den Berg, der auch die Rote Wand beherbergt, der höchsten ausseralpinen Felswand Deutschlands.

Um Felsnasen herum gelangt man auf dem Weg KH8 schließlich wieder in den Wald. Hier folgt man dem langsam ansteigenden Weg und biegt nicht nach links ab.

Bald erreicht man einen Abzweig nach rechts, der einen weit nach vorne führt. Der Weg KH8 steigt weiter an, bis man am Gipfel der Gans den Funkturm erreicht (etwa 320 m). Von hier oben hat man bereits einen sehr schönen Ausblick.

Ein Bauzaun und ein Schild warnen einen davor, den unmittelbar vom Funkturm nach unten führenden Weg zu begehen. Doch dient das wohl eher dazu, bei eventuellen Verletzungen nicht in die Verpflichtung genommen zu werden. Denn der Abstieg ist steinig und eher alpin denn mittelgebirgsüblich. Doch er ist nie auch nur ansatzweise gefährlich, dafür aber sehr lohnend!
Also nimmt man einen der schmalen Pfade, die die Absperrung umgehen und folgt dem Wanderweg bergab. Es geht gleich hinein in die schräge Felswand und die ersten zwei, drei Serpentinen verlaufen mehr im Fels als im Wald. Dann aber wir es ein herrlicher Wanderweg mit Felsnasen, Schotterfeldern und Wald, stets schöner Aussicht und moderater Steigung.
Am „Zwei-Bäder-Blick“ kann man Bad Kreuznach und Bad Münster gleichzeitig sehen.

Mit zwei langen Schleifen gelangt man schließlich an den Fuß des steil aufragenden Rheingafenstein, wo der Weg durch massive Fangnetze vor herabstürzenden Felsen geschützt wird. Kurz danach steht man an der Fähranlegestelle. Mit der kleinen von Hand gezogenen Fähre kann man über die Nahe übersetzen und dem Kurgarten einen Besuch abstatten.

Der Weiterweg führt nun bald recht steil ansteigend einen breiten Treppenweg hinauf zum Rheingrafenstein. Diese Burg, die auf dem einzeln stehenden Fels thront, wurde 1689 von den Franzosen gesprengt. Heute hat man von der obersten Felsplattform einen einmaligen Ausblick in die Nahelandschaft und hinüber zur breiten „Roten Wand“. Doch bis oben hin sind einige Höhenmeter auf kurzer Strecke zu überwinden.

Nachdem man die Aussicht genossen hat, geht es wieder aus der Ruine hinaus. Man folgt dem aufsteigenden Wanderweg KH9. Ihm folgt man fast schnurgerade durch den Wald. Nach weniger als einem Kilometer erreicht man die Sternwarte Bad Kreuznach und die Gebäude des Schloss Rheingrafenstein.

Etwa 50 m nach dem Schloss biegt links der Wanderweg KH8 ab, der recht steil nach unten führt. Doch sehr bald biegt rechts ein ebener Weg ab, dem man nun wieder Richtung Ausgangspunkt folgt (weder links noch rechts gehen). Nach etwa 800 m zweigt an der zweiten großen Wegekreuzung links der Wanderweg KH8 zu einem Aussichtspunkt ab. Ihm sollte man folgen, denn nochmals hat man an einer Bank eine herrliche Sicht auf das Nahetal.

Von hier aus folgt man einfach dem weiter gehenden Wanderweg ohne wieder abzusteigen zurück bis zum kleinen Parkplatz am Ende der Strasse Salinenblick (ca. 800 m). Es geht vorbei an teilweise sehr interessanten Häusern, die an der Bergkante eine ruhige und einzigartige Lage genießen. Acht herrlich abwechslungsreiche Kilometer liegen hinter einem.

Die Wanderwege KH8 und KH9 erschließen ähnliche Wege und sind in dieser Wanderbeschreibung kombiniert. Link zu KH8 (Emil Jacob Weg)