04.09.2010 Fahrt und Wanderung auf den Donon
04.09.2010 Fahrt und Wanderung auf den Donon
(Kurzweilige Tour, im Aufstieg problemlos, Abstieg zum Teil über schmalen Hangpfad. Schöne Aussicht und ungewöhnliches Bauwerk auf Felsgipfel. Länge: 6km, Höhenmeter: 270m)
Wir fahren ausnahmsweise einmal über die französische Seite. Hinter Kandel überqueren wir die Französische Grenze und gelangen auf fast leerer Autobahn recht schnell nach Straßburg. Hier biegen wir ab Richtung Schirmeck. Es geht nun Richtung Vogesenhauptkamm.
Nach Schirmeck werden die Straßen schmäler, die Kurven spitzer und die Hänge steiler. Es geht hinauf nach Haute Donon.
An einem großen Gasthof findet sich knapp oberhalb der Wanderparkplatz. Über die Straße hinweg und schon ist man auf der Wanderung.
Es ist Wochenende, dass Wetter ist schön und durch alle Täler donnern lautstark eine Unzahl von Motorradfahrern. Da tut es gut, dass der Weg tiefer im Wald verläuft.
Schon zu Beginn der Wanderung hat man das nächste Ziel vor Augen: der weithin sichtbare Funkturm.
Recht steil geht es zuletzt in Serpentinen gut markiert hinauf zu dem Koloss. Eine gesperrte Zufahrtsstraße wird gequert, aber ansonsten ist man im Wald.
Schließlich steht man unter dem Turm und sieht die Fundamente eines ehemaligen, römischen Heiligtums. Kleine Tafeln und ein behauener Felsbrocken illustrieren die Überreste.
Den Berg weiter hinauf führt ein sandiger Pfad, dessen großen Stufen kleinen Menschen etwas abfordern. Doch schon jetzt sieht man die eigentliche Sehenswürdigkeit: der Nachbau eines römischen Tempels.
Am Gipfel angekommen geht der Weg rechts unter der weit hinausragenden Sandsteinplatte entlang, um dann mit wenigen Stufen das Plateau zu erklimmen.
Auf einem mächtigen Steinsockel steht der 1869 errichtete, den Blick dominierende Nachbau. Aber auch rundum gibt es bei klarem Wetter viel zu sehen. Schöner Rastplatz mit vielen Plätzen auf Felsen oder Treppenstufen.
Durch den Tempel hindurch führt der Weg an das andere Ende des Plateaus. Hier geht es steil bergab. Durch zerborstene Sandsteinfelsen und über schmale Waldpfade steigt man rund 200m ab. Das Wegzeichen ist ein Roter Strich bzw. ein Blauer oder Roter Ring.
An einer Wegspinne mit Hütte biegt man scharf nach rechts ab. Der Weg verläuft völlig eben entlang der Ostseite des Berges. Zuletzt ist es der betonierte Zufahrtsweg.
Wenn von links der Aufstiegsweg den Fahrweg kreuzt, biegen wir nach links ab und sind 10 Minuten später wieder am Auto.
Die Tour ist 6km lang und hat einen Anstieg von 270Hm.
Wir fahren quer durch die Vogesen Richtung Col de la Schlucht. Zuletzt führt uns das Navigationssystem mal wieder über eine sehr schmale Waldstraße. Schön scheint die zuvor vermisste Sonne in das langsam farbig werdende Herbstlaub.
Oben am Skigebiet von Lac Blanc angekommen, fahren wir die Route des Cretes weiter entlang. Nach vergeblicher Suche bis zum Col de la Schlucht übernachten wir am Parkplatz „Dreieck“, dem direkten Zugang zum Naturschutzgebiet Haute Gazon-Faing.
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